Dienstag, 17. Juni 2014


++++NEWSTICKER++++EILMELDUNG++++DIE LUXUSDOGGEN HABEN EINEN NEUEN BEITRAG IM BLOG++++EILMELDUNG++++NEWSTICKER++++


Wir schalten jetzt live zu der Sprecherin der Luxusdoggen Lilly.

Lilly, es war ja die letzten Monate recht still um die Luxusdoggen geworden. Plant ihr jetzt ein Comeback?
Was heißt hier Comeback? Wir waren nie weg vom Fenster. Also unser Sicherheitsbeauftragter Luca steht jeden Tag brav am Flurfenster und kontrolliert pflichtbewusst den vorbeigehenden Personenverkehr. Leo und ich überwachen das Fenster auch in regelmäßigen Abständen, wobei manchmal die Durchsicht etwas eingeschränkt ist, weil Leos Sabberproduktion auf Hochtouren läuft wenn er draußen etwas Spannendes sieht.


Ja aber in Eurem Blog habt ihr in den letzten Monaten wenig Laut gegeben.
Tja, das hatte mehrere Gründe. Unsere Redaktion war in den letzten Monaten leider mit verschiedenen Projekten überlastet. Zum einen ist es Mami einfach in den Sinn gekommen unser Haus zu renovieren und den Garten wieder neu auf Vordermann zu bringen. Das hat erhebliche Zeit benötigt in der sie doch sehr einsilbig war. Degeneriert der menschliche Wortschatz wenn der Mensch mit Wandfarbe hantiert? Sind es die schädlichen Dämpfe? Die Kommunikation mit unserer Mami wurde doch sehr eingeschränkt, oft wiederholte sie nur Worte wie: „Lass das, nein, und weg da.“ Luca schwört zwar anhand des Tonfalls und ihrer Gestik die feinen Nuancen der Zwischendeutung zu erkennen, aber er ist ja auch der selbsternannte Mami-Experte.

Leo hat sich natürlich auf Athena (Mamis ausgewachsene Tochter) spezialisiert, die aber im Gegensatz zu Mami auf unsere Führung sehr gut vertraut. Kein Wunder, ist sie doch genau wie wir von unserer super zuverlässigen Sophie großgezogen worden. Das erleichtert natürlich die Kommunikation um ein Vieles. Wir sind nach wie vor der Meinung alle Menschenkinder sollten von Hunden erzogen werden. Sie werden so einfach viel besser sozialisiert und sind sensibler im Umgang. Ich konzentrierte mich darauf die Organisation zu übernehmen und überwachte mit Luca dass unsere Menschen sich nicht überarbeiten. Denn wenn die sich tagsüber zu sehr verausgaben, fällt die abendliche Doggen-Massage aus, und das ist einfach nicht vertretbar. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Unbeholfenheit, sind die Ergebnisse der Renovierung zufriedenstellend.


Aber Eure Renovierungsarbeiten haben doch unmöglich 3 Monate gedauert, oder? Mit irgendetwas haltet ihr doch hinter dem Berg, raus damit.
Es gab eine kleine zwischenzeitliche Periode in der Luca und ich unpässlich waren.
Unpässlich? Wie, wart ihr etwa krank? Da kursierte so ein Gerücht bei Facebook das die Luxusdoggen wohl bald das eine oder andere Mitglied verlieren würden. Was ist da dran?
Nun ja, eine Weile sah es tatsächlich nicht so gut für uns aus. Vor vier Wochen wurde Luca von einem zum anderen Tag sehr krank, äh unpässlich. Tags zuvor hatte ich noch mit ihm sehr damenhaft auf dem Wohnzimmerteppich gerangelt, als er sehr untypisch auf einmal laut aufschrie. Dabei bin ich nur mit meinen sehr federleichten damenhaften und sehr zierlichen Vorderpfoten in seinem unteren doch sehr kräftigen Kreuz gelandet. Es gibt Quellen die mich als Grund seiner Unpässlichkeit nennen, aber ich versichere dass das doch sehr aus der Luft gegriffen ist. Man darf es zwar nur bei vorgehaltener Hand erwähnen wenn Mami und Luca im Zimmer sind, aber unser guter Luca ist mit fast 9 Jahren jetzt schon als Doggen Senior zu beschreiben.
Heißt das ihr schickt Euren Sicherheitschef jetzt in den Zwangsruhestand? Kann ich das so berichten?
Nein, natürlich nicht, wenn Sie das so berichten, kann ich für Ihre Sicherheit vor dem Schwarzen nicht garantieren. Aber, am nächsten Tag ging es unserem Schwarzen gar nicht gut. Er bekam Fieber und fing stark an zu lahmen. Mami brachte ihn sofort zur Tierklinik. Leider sind sie dort an eine sehr junge und leider sehr unerfahrene Tierärztin geraten. Die schaute nur in Lucas Krankenakte und beschloss dass Luca das Gleiche hat wie letztes Jahr (siehe den Blogbeitrag „Der Goldene Wind“). Sie ließ sich auch nicht von Mami von dieser Meinung abbringen, auch nicht nach einem ergebnislosen Röntgenbild und einem ergebnislosen Bauch-Ultraschall. Mamis ständige Hinweise das Luca Schmerzen im Rücken hat und nicht im Bauch, wurden geflissentlich ignoriert, da man ja mit „Rücken“ kein Fieber hat.
Wieso wurde keine zweite Meinung angefordert?
Wurde ja, aber leider fallen sich ja die Tierärzte die bei der gleichen Klinik beschäftigt sind, nicht gegenseitig in den Rücken. Nach zwei Stunden kapitulierten die Beiden und kamen nach Hause. Luca konnte sich kaum noch rühren vor Schmerzen. Die Tierarzt-Tussi hatte Mami noch nicht einmal Schmerzmedikamente mit gegeben, „da diese ja die Magenverstimmung nur eskalieren würden“. Gott sei Dank hat unsere Mami die Qualitäten eines gut ausgestatteten Hamsters und hat für solche Notfälle immer einen Vorrat. Die Nacht war sehr anstrengend für die Beiden. Luca musste ständig gekühlt werden, da sein Fieber immer höher stieg. Leo und ich wachten natürlich bei unserem Rudel. Am nächsten Morgen kam Luca nicht mehr alleine hoch. Das ist eine ernsthafte Katastrophe bei einer Dogge die 90 Kilo wiegt. In der Nacht hatte eine Dame von Mamis Doggen-Support-Group (so etwas Ähnliches wie die anonymen Alkoholiker) Mami einen anderen Tierarzt in der Nähe empfohlen. Nur wie bekommt sie Luca nun dahin?
Und wie wurde dieses logistische Dilemma gelöst?
Athena und Mami schnappten sich eine unserer neuen Sonnenliegen (speziell für Hunde gemacht) und packten Luca auf die Liege. Dann schleppten sie Luca mit samt Liege zum Auto, und luden ihn ein mit der Liege. So trugen sie ihn dann auch in die neue Tierklinik. Der neue Doktor war zum Glück sehr erfahren und gab Luca sofort eine massive Schmerzspritze. Auch bekam er ein Antibiotika und Fiebermedizin. Der Tierarzt meinte mehr kann man in diesem akuten Zustand nicht tun.
Luca hatte das ganze Wochenende hohes Fieber und musste 24 Std. betreut werden. Mami oder Athena blieben im Wechsel bei ihm um ihm Wasser mit der Spritze ins Maul einzuflößen, ihn kühl zu halten, oder ihn zu trösten. Auf einmal ging es mir auch ganz schlecht, aber ich habe mich zurück gehalten weil Mami und Athena so mit Luca beschäftigt waren. Zwar haben die Beiden bemerkt dass ich kaum noch hungrig war, aber sie dachten wir hätten Stress weil es Luca so schlecht ging.

Also fallen jetzt Sicherheitsdienst, Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit flach bei Euch?
In dieser Zeit schon. Jeden Tag ging es ein wenig besser mit Luca. Unser neuer Tierarzt kam jetzt zu uns nach Hause damit Mami den Luca nicht mehr tragen muss. In der ersten Woche konnte Luca kaum aufstehen um Pipi zu gehen und Mami musste ihm die Blase ausdrücken, das war dem Schwarzen oberpeinlich. Aber so langsam kam Luca wieder auf die Füße. Dafür ging es mir immer schlechter. Ich schlief nur noch, mir war immer kalt (und das bei warmen Temperaturen draußen) und dann hörte ich komplett auf zu Fressen. Es ging einfach nicht mehr. Schnell brachte mich Mami auch zum neuen Tierarzt. Sie machten eine Blutabnahme, und am nächsten Tag hatten wir schon das Ergebnis. Ich habe Addison. Mami sagt meine Nebennieren funktionieren nicht mehr richtig. Zuerst bekam ich gleich mal einen Tag lang Infusionen. Und da Mami ja schon vorher mit Luca geübt hatte, durfte ich auch mit nach Hause und meine Infusionen durften auch mit. Auch bei mir dauerte es etwas länger bis ich wieder auf die Pfoten kam. Und da sich ja das „Sänfte-Tragen“ bei Luca als hilfreich erwiesen hatte kam ich auch in den Genuss so aufs Bett neben Mami abends gehoben zu werden. Ich kann nämlich ohne Mami neben dran nicht schlafen, und Mami hatte schon ziemlich Rücken von Luca schleppen und mit ihm eine Woche lang auf der Hundematratze im Wohnzimmer zu campen. Daher war es nötig für unser Wohlbefinden dass ich abends mit Mami ins Bett gehe.

Jetzt lagen wir also beide auf der Schnauze, Luca und ich. Das arme gelbe Dusselchen wusste gar nicht wie es ihm geschah. Er war sehr verunsichert weil Luca und ich ihm keine Blonden-Anweisungen geben konnten. Also bliebe er mal sicherheitshalber nahe bei uns.

Und wie geht es jetzt bei Euch weiter? Ist das gelbe Dusselchen jetzt im Dauerstress weil er alle vertreten muss?
Tja, jetzt nach vier Wochen krank sein, geht es uns wieder besser. Luca hat von seinen stolzen 90 Kilo 12 Kilo eingebüßt und wiegt nur noch 78 Kilo, und ich habe sogar ganze 15 Kilo verloren. Mami sagt sie hat über 3000 Kilo, äh Euro verloren bei der ganzen Sache. Jetzt müssen wir uns alle erstmal wieder erholen. Luca schafft immer noch nicht die Treppen in den Garten. Das heißt jedes Mal wenn wir in den Garten gehen muss Luca außen herum über das Feld in den Garten laufen. Er nutzt diese Gelegenheit um unsere Sicherheit im hinteren Bereich zu inspizieren und gegeben falls Eindringlinge (alle Lebewesen die sich in 500 m Umkreis von unserem Territorium befinden) einzuschüchtern.
Dann ist jetzt Euer Sicherheitschef wieder zeitweise einsetzbar? Und höre ich jetzt heraus dass die Luxusdoggen in einer tiefen Finanzkrise stecken?
Ich bekomme zweimal am Tag vier Käsestücke mit winzigen Tabletten darin. Mami sagt ich bekomme die teuren Leckerchen jetzt mein ganzes Leben lang. Also ich sehe da keinen Nachteil, aber irgendwie seufzt Mami jedes Mal wenn sie mir den leckeren Käse geben muss. Sie faselt dauernd etwas davon dass sie die nächsten Monate wohl auch auf Diät muss und es nur noch Pellkartoffeln mit Quark gibt. Ich wusste gar nicht das Käse so teuer ist. Sie meint das kostet sie jetzt 200 Euro mehr im Monat. Übrigens weiß jemand was diese Euros sind über die sich Mami so beklagt? Kann man die Fressen? Angeblich fressen wir davon eine Menge, aber irgendwie habe ich die noch nie gesehen. Unser Schwarzer gibt sein Bestes, aber hat jetzt schon mal das Dusselchen angewiesen mehr Sicherheitsaufgaben zu übernehmen. Unser Dusselchen hat so ein schönes tiefes Bellen da denkt man immer der wäre dreimal so groß wenn der Laut gibt. Darauf ist er auch fast so stolz wie auf seine Supersabber. Wir haben so den Verdacht dass es Luca nicht unrecht ist ab und zu einfach mal einen unauffälligen Vorbei-Spazierer unkommentiert zu lassen.

Und wie Sie ja sehen haben wir auch die Redaktion und die Öffentlichkeitsarbeit wieder aufgenommen. Irgendwer muss ja die Brötchen bzw. den Käse verdienen. Wir hoffen dass unsere Fans uns nicht ganz abgeschrieben haben und uns weiterhin hier besuchen.
Vielen Dank Lilly für das ausführliche Interview, hoffentlich habt ihr das nächste Mal etwas erfreulichere Dinge zu berichten.