Sonntag, 23. Juni 2013

Der Goldene Wind

Es gibt Momente im Leben wo sehr persönliche und delikate Angelegenheiten in das raue Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden und eine gestandener Doggerich solche Peinlichkeiten erdulden muss dass für Frauchen und Tierärzte ein Fremdschämgebot von Nöten wäre.

Wie so oft, fing eigentlich alles ganz harmlos an. Unsere Mami freute sich mal wieder auf Ihren Tag, sie nennt ihn Muttertag, irgendwie denkt sie immer das an diesem Tag dann alle ganz lieb zu ihr sein sollten. Ehrlich gesagt entzieht sich mir die Bedeutung für diesen sogenannten Muttertag, erstens ist Mami immer Mami und zwar von uns Doggen und den komischen Hautschwestern, und zweitens sind wir jeden Tag lieb zu ihr. Ich knutsche sie doch schon mehrmals täglich ab, sicher wäre hier noch eine Steigerung möglich, aber dann beklagt sie sich wieder dass sie ganz vollgesabbert ist und ihre Brille klebt. Aber ich schweife ab, eigentlich ganz natürlich bei einem Philosophen wie mir den die mindeste Kleinigkeit eines verschobenen Teppichfransens dazu veranlasst in tiefe Mediation zu fallen und die Transaktion der Verschiebung unserer Wirklichkeit in Bezug auf Zeit und Raum genauer zu analysieren.

Eigentlich ist uns Muttertag völlig schnuppe, für uns zählt nur das Mami volle ganze vier Tage frei hat um sich nur um uns zu kümmern. Aber irgendwie stellte die sich das diesmal etwas anders vor. Wirklich beunruhigend, anstatt nur mit uns zu kuscheln, spazieren zu gehen, uns Kekse zu backen und uns bei den Löchern buddeln im Garten zu zugucken verfiel sie in einen ungewöhnlichen Aktionismus. 

Freitags morgen wurden wir ganz unzeremoniell des Hauses verwiesen und in den Garten geschickt. Eine absolute Ungeheuerlichkeit zu erwarten dass wir unsere edlen Glieder für mehrere Stunden auf Gras betten sollten. Prompt traten wir in einen Steh-streik vor der verschlossenen Tür an. 

Nur die Harten kommen in den Garten

Weder aufmunterndes Bellen, noch den einen oder anderen diskreten Kratzer an der Tür veranlasste sie uns wieder in unsere Domäne zu lassen. Gefühlte drei Stunden ließ sie uns im Garten stehen wie begossene Pudel, ähm Doggen. Der gelbe Dussel verstand die Welt nicht mehr und glaubte das er jetzt für immer von Sofa, Bett und Guten-Nachtleckeries verbannt sei, Lilly wurde gleich hysterisch und fing vorsichtshalber an lauthals zu weinen, nur ich wahrte mit doch sehr gekränkten Gefühlen meine Contenance.

Die gemeine Tür von innen
Endlich ließ sie uns wieder in unser Haus. Es roch ganz fürchterlich streng nach den komischen Flaschen unter der Spüle. Jeglicher aromatische Doggenduft war überlagert mit diesem beißenden Gestank. Sie war bester Laune und ignorierte einfach unsere Fassungslosigkeit und verwies uns auf eine Matratze auf dem Boden.

Schreck lass nach
Kennt ihr den Moment wo man denkt man ist im falschen Film und alles kommt zu einem kreischenden Halt im Kopf-Kino und man ist auf eine Singularität fokussiert die auf einmal die ganze Wahrnehmung beansprucht? Da war es, eine riesige Matratze die den ganzen Wohnzimmerteppich einnahm. Sie roch komisch neu, hatte aber unsere Decken aufgelegt. Auf einmal stieg mir frischer Ledergeruch in die Nase. Schnell ortete ich die Quelle, da am Platz unserer heiß gehassten alten Sofa standen zwei neue Exemplare aus Leder. In Sekundenschnelle entschied ich mich für das linke Sofa um es für immer als mein Eigentum zu branden. Ein gewaltiger Satz auf die Sofa, eine Drehung und… nein, das durfte doch nicht wahr sein, ich musste einfach darauf passen, schnell machte ich mich kleiner, so klein wie es ging, aber egal was ich versuchte meine Beine hingen einfach über die Sitzfläche hinaus. Habe ich schon mal erwähnt dass unser Frauchen die welt-schlechteste Sofaeinkäuferin ist?

Da kauft sie zwei Ledersofas mit Sessel und wir passen nicht darauf. Kann es eigentlich noch schlimmer in einem Doggenleben kommen? Ja, es kann. Ohne großen Schnick und Schnack wurde ich vom Sofa komplementiert und mit den anderen beiden glücklosen Doggen auf die große Matratze auf dem Boden verwiesen. So jetzt ist es also so weit. Wir sind am Tiefpunkt unserer Existenz angelangt. Wir sind nun sofalose Doggen. Wie konnte sie uns das nur antun? Sie beteuert uns jeden Tag ihre Liebe und dann sticht sie mit dem Dolch der Treulosigkeit uns mitten ins Herz der Doggenseele.

Wie zu erwarten konnten die weiße Zicke und der gelbe Dussel nichts mit meiner bodenlosen Verzweiflung anfangen, sind sie doch weit in ihrer mentalen Agilität beschränkt und einfältig genug sich über eine dicke Matratze auf dem Boden zu freuen und sich prompt darauf zu aalen um dann kommentarlos einzupennen.

Sofasaboteure

Ohne sie auch nur mit einem Blick zu würdigen ging ich nach oben in mein Bett. Tief verstört über die Ereignisse des Tages und wie ich wohl so eine Infamie verdiene lag ich den Rest des Abends in meinem Bett. Mehrmals versuchte Mami mich nach unten zu locken, aber ich gab ihr einfach die kalte Schulter. Niemals hatte sie mich mehr gekränkt. Meine Doggenseele war in ihrem Fundament erschüttert. Schätze ich doch das allabendliche Kuscheln mit Mami auf dem Sofa als das höchste Gut meines Daseins und nahm an ihr ginge es genauso. Jetzt musste ich eine grausame Zukunft erwägen in der ich wohl neben ihr nicht länger erwünscht bin.

Am nächsten Tag hatten wir den Salat. Meine doch so sensible Konstitution wurde durch meinen depressiven Gemütszustand schwer angeschlagen. Meine empfindliche Verdauung kam komplett durcheinander und ich bekam schlimme Bauchschmerzen. Ich musste zittern, wollte nichts mehr fressen und konnte mich auch nicht im Garten erleichtern. Mami verfiel sofort in Panik und faselte was von Magendrehung und packte mich ins Auto. In ihrer Kopflosigkeit fuhr sie morgens um 7 Uhr los. Nach einer halben Stunde waren wir in der Tierklinik angekommen, nur um heraus zu finden das diese erst 8:30 Uhr öffnet. So liefen wir ein bisschen auf und ab und Mami bete inständig ein komisches Mantra: „Lieber Gott, mach das er kackt und er kann so lange auf der Sofa liegen wie er will.“ Aber ich verspürte nicht den geringsten Drang ihrer inbrünstigen Bitte Folge zu leisten, mein Leib zwackte ordentlich und fühlte sich sehr voll und fest an.

Sobald die Klinik öffnete meldeten wir uns an und warteten auf den Doktor. Dieser kam erst über eine Stunde später, Mami war super nervös, schaute mir ständig ins Maul, drückte an meinem Zahnfleisch herum, und legte ihr Ohr an meinen Bauch. Darin gurgelte es ganz schön. Wenigstens musste ich nicht Brechen und auch nicht würgen. Sie überprüfte ständig meinen Bauchumfang um sicher zu gehen dass sich dieser nicht aufgebläht hatte. So wie Frauchen sich anstellte, bin ich ihr vielleicht doch noch ein bisschen wichtiger als das doofe neue Sofa. Auf jeden Fall war ich froh sie an meiner Seite zu haben.
Endlich durften wir ins Sprechzimmer, Mami erzählte dem Arzt sofort was mich plagte. Zum Glück kannte ich diesen Doktor schon; der ist was Doktoren an geht ganz passabel. Er untersuchte mich eingehend und hörte meinen Bauch und Herz ab. Dann fragte er was ich wiege.

Wer bitteschön fragt denn bei einem so tollen stattlichen Doggenrüden wie mir nach dem Gewicht? Wieso konnte der nicht sehen dass ich mit meiner formidablen und stolzen Figur das absolute Doggenrüdenidealgewicht habe? Ich sage es euch, immer diese Doggennichtsahner…

Das Wartezimmer war jetzt schon proppenvoll und ich musste mich der Peinlichkeit unterziehen in aller Öffentlichkeit gewogen zu werden. Stellt euch doch mal vor, ihr geht zum Arzt und werdet dann im Wartezimmer vor allen anderen gewogen…

Nichts half, Frauchen bugsierte mich auf die Waage. Und da kam auch schon der ungläubige laute Ausruf meines doch sehr blonden Frauchens „93 Kilo?! Die Waage muss kaputt sein.“ Also wieder runter von der Waage, Waage aus machen, Waage wieder einschalten, Waage neu tarieren, wieder auf Waage aufsteigen, wieder ein ungläubiger lauter Ausruf „93 kg das gibt es doch nicht.“ Danke Frauchen, jetzt haben es alle mitbekommen. Aber sie war noch nicht fertig, sie kann noch peinlicher. Sie fragte die Wartenden ob jemand das genaue Gewicht seines Hundes kenne. Eine Dame meldete sich mit einer sehr schlanken Galgo Hündin (so ein Klappergestell mit Fell). Sie stellte das Skelett auf die Waage, die Waage gab an 18 kg. Die Dame stellte sehr selbstzufrieden fest dass die Waage in Ordnung sei, und sie doch selber sehr bemüht sei ihren Hund der Gesundheit wegen schlank zu halten, aber mit einem hämischen Blick auf Frauchen und mich meinte sie noch manche wären ja sehr gute Futterverwerter. So jetzt hatte es die Dame geschafft, Mami bekam wieder leicht rosige bis feuerrote Wangen und stapfte mit mir zurück ins Sprechzimmer und knallte die Tür hinter uns zu.

Drinnen gab sie mit gepressten Lippen mein Gewicht an. Der Arzt machte ein besorgtes Gesicht und meinte sie sollte mich vielleicht jetzt in meinen Seniorjahren etwas leichter halten. Wie bitte? Da habe ich mich wohl verhört, ich bin noch nicht alt, eine graue Schnauze macht noch lange keinen Senior. Ich bin mit meinen 8 Jahren in den besten Jahren und sehr vital, vielen Dank für die Nachfrage. Und dieser Möchtegern-Doggenarzt kann es sich bitteschön sparen und aufhören mein Frauchen voll zu schwafeln um ihr zu suggerieren mein Futter zu kürzen. Die ist eh so einfach zu verunsichern nachher nimmt die sich diesen Quatsch noch zu Herzen.

Wer jetzt meint wir hätten genug für diesen Tag gelitten irrt sich gewaltig. Weiter ging die Misere. Als Erstes wurde ich geröntgt. Die stopften Mami in so eine komische blaue Schürze die glatt für ein Michelin Männchen Kostüm durchgehen könnte und führten uns in einen abgedunkelten Raum. Dort standen ein hoher Tisch und so eine komische Apparatur. Außer dem Doktor kamen noch zwei andere Frauen mit, die eine fragte Mami ob ich einen Maulkorb benötige. Wie bitte, einen Maulkorb? Braucht die Dame vielleicht eine Brille das sie mir mein edles Gemüt nicht ansieht? Sind das alle Hundebanausen hier? Da fällt mir nur noch der Spruch von George Bernhard Shaw ein: „Vielleicht stünde es besser um die Welt, wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen.“ Gott sei Dank, verneinte Frauchen die Frage. Dann hoben sie mich gemeinsam auf den Tisch und ich versuchte mich so leicht wie möglich zu machen, sonst kommt da jemand noch auf die irrsinnige Idee mir eine Diät zu empfehlen nur weil sie körperlich meiner imposanten Figur nicht gewachsen sind.

Ich legte mich auf die Seite und die Sprechstundenhilfen zogen an meinen Beinen herum um mich festzuhalten. Missmutig grummelnd über so viel Unverstand wollte ich gerade wieder aufstehen und denen mal so richtig den Marsch blasen, als Frauchen eingriff und in sehr pikierter Stimme verlauten ließ das ein Festhalten unnötig sei. Die brauchten tatsächlich drei verschiedene Bilder um meinen Bauch der Länge nach zu röntgen. Danach machte der Doktor noch einen Ultraschall da er sicher gehen wollte das nicht irgendwas in meinem Bauch fest steckt. Warum wärmen die eigentlich das Gel nicht vorher an? Das eiskalte Zeug ist äußerst widerlich. Nachdem ich das überstanden hatte kam das Urteil. Der Arzt meinte ich hätte zu viel Luft im Bauch und mein Darm wäre um das Dreifache aufgebläht, aber wenigstens wäre mein Magen nicht betroffen.

Der Doktor wollte wissen was ich zuletzt aß und ob ich Stress hatte. Ich möchte wetten Frauchen gibt die Sofageschichte nicht zu. Und Tatsache, sehr diplomatisch erzählte sie dem Doktor dass sie gestern umgeräumt habe. Klar umgeräumt, vom Sofa hat sich mich verbannt die treulose Tomate. Wir wurden in ein anderes Zimmer geführt, und was lag da? Nein, nicht schon wieder so eine doofe Matratze, und die miefte auch noch. Ich musste mich darauf setzen und eine Sprechstundenhilfe legte mir einen Eingang für Infusionen. Sie befestigte einen ganz langen Schlauch an der Nadel in meinem Bein. Bald kribbelte es da sehr kühl. Die Matratze roch so heftig das ich mich da unmöglich hinlegen konnte. So drehte ich und wendete mich während Mami schimpfend aufpasste das ich mir nicht unversehens den Schlauch aus dem Bein riss.

Ich löste dann das Problem in dem ich mich einfach auf ihren Schoss setzte. Zugegeben der Stuhl ächzte ein wenig unter der Last, Zeit das Frauchen mal ein wenig abnimmt, aber noch passte es ja. Irgendwie fand Frauchen das nicht so prickelnd und versuchte mich immer wieder auf die Matratze zu bugsieren. Wie so oft, ist sie ein wenig schwer von Begriff, wenn eine Matratze daran schuld ist das es mir nicht gut ging, dann ist das wohl für jeden außer meinem blonden Frauchen wohl klar das eine andere Matratze nicht der Heilung dienlich sein kann. Also bugsierte ich sie auf die Matratze und setze mich dann bequem auf ihren Schoss  Das Zimmer in dem wir saßen war recht eng und klein. Ein kleines Fenster, ein Waschbecken, ein Stuhl, die doofe Matratze und das war es.

Die Medizin fing an zu wirken, ich döste vor mich hin und ab und zu löste sich äußerst befriedigend ein kleiner Wind. Das einzig Störende waren Frauchens Gestöhne und einsetzende Schnappatmung. Da ich aber doch recht müde war von der ganzen Aufregung ignorierte ich ihre Befindlichkeiten (man soll ja so ein Benehmen nicht noch bestärken) und forderte sie freundlich auf mir den Bauch zu kraulen um sie abzulenken. Die nächsten Stunden verbrachten wir in völliger Ruhe und Harmonie. Ich lag gestreckt auf Frauchen brach hier und da ein bisschen Wind und döste und sie übte sich in der ehrenhaften Disziplin des Geduldhabens. Zwischendurch bestand sie leider darauf ihre eingeschlafenen Beine zu wecken, und ihren Kopf aus dem Fenster zu halten, aber man ist ja als Blondenführhund schon so einige Eskapaden gewöhnt, so ließ ich sie gewähren.

Nach ein paar Stunden kam der Doktor zur Visite. Er erkundigte sich nach meinem Befinden während er diskret seine Nase im Revers seines Kittels vergrub und riet Frauchen mich über Nacht zur Beobachtung in der Tierklinik zu lassen. Alarmiert sprang ich hoch und versuchte mich dieses lästigen Doktors zu entledigen indem ich ihn aus der Tür drängte. Der kann lange warten bevor ich mich bereit erkläre ohne meine Mami irgendwo zu bleiben. Ich würde ja vor lauter Sorge um sie kein Auge zu machen. Sie ist doch völlig hilflos ohne meine Führung. Nachher verirrt sie sich wieder auf der Toilette, weil keiner da ist um sie wieder heraus zu führen. Und auf den gelben Dussel und die weiße Zicke ist einfach diesbezüglich kein Verlass. Die denken sogar Frauchen geht gerne alleine auf die Toilette. Und dabei braucht sich mich da ganz dringend, wer sonst würde ihr dort an diesem einsamen Ort beistehen?

Endlich setzen Frauchens Überlebensinstinkte ein und sie weigerte sich mich in der Klinik zu lassen. Der Arzt gab zu bedenken dass ich über Nacht noch mehrere Infusionen benötige. Das machte Frauchen ein wenig Angst, aber tapfer erklärte sie sich bereit mir die Infusionen zu verabreichen wenn sie bloß nicht von mir getrennt würde. Als der Doktor aussah als wollte er sich das noch mal überlegen ging ich aus wachsender Panik zur Giftgasattacke über und pupste so laut und heftig das der liebe Tierarzt schleunigst die Flucht ergriff. Wir waren gerettet. Frauchen war zwar auch etwas grün im Gesicht, aber da sie ja bei drei Doggen schon etwas Übung hat besonders stinkende Fürze wegzustecken war sie wenigstens noch in der Lage einen Fuß vor den anderen zu setzen und mich und sie in unserer Auto zu retten.

Erst mal Zuhause wurden wir ausgiebig begrüßt und mein Infusionseingang ausreichend bewundert. Der gelbe Dussel hat zwar nicht kapiert warum da Flüssigkeit in das Bein geleitet wird wenn man das genauso gut trinken könnte und Lilly war sowieso nur eifersüchtig weil Frauchen den ganzen Tag mit mir alleine unterwegs war. Noch eifersüchtiger war Lilly dann als Mami mir eine Krankenstätte auf dem neuen Ledersofa einrichtete mit kuschliger Decke und sie schob den Ottoman vor das Sofa sodass auch meine Pfoten nicht über den Rand hingen. Papa musste dann provisorisch einen Nagel in die Wand hauen wo Mami die Infusionsflasche aufhängen konnte und dann setze sie sich neben mich und ich durfte meinen Kopf ihr in den Schoss legen. Hach, da ging es mir schon viel besser. Genüsslich drehte ich mich auf den Rücken sodass Frauchen besser die Wärmflasche auf meinem Bauch platzieren konnte.
Damit Mami nicht einschläft und verpasst wenn eine Flasche fertig durchgelaufen ist hat sie brav an unseren Hundepullis weitergestrickt. Das leise Klicken der Nadeln und das sanfte Gedudel vom Fernsehen machten mich ganz schnell müde und ich schlief ein. Nur komischerweise machte Frauchen einen See aus Kerzen und Räucherstäbchen an. Na, wahrscheinlich braucht sie das um zu meditieren und mir neue Energie zu zuführen. Aber diese neue Schnappatmung ist wirklich nervig und scheinbar auch ansteckend da Herrchen auch damit angefangen hat. Wenn es mir besser geht muss ich wirklich mal mit diesen beiden zum Menschenarzt.

Gegen Morgen wachte ich alleine auf dem Sofa auf. Meine Flaschen waren wohl alle durch. Frauchen lag auf der Matratze auf dem Boden zwischen den Dussel und die Zicke gekuschelt. Eigentlich ist sie ja ganz süß wenn sie schläft. Alles Gute zum Muttertag Frauchen.


Ein kleiner Nachtrag, wie zu erwarten ging es mir am nächsten Tag wieder prächtig. Frauchen schien etwas malade und riss ständig alle Fenster auf. Natürlich liege ich nach wie vor auf meinem neuen Ledersofa, dank des fixierten Ottomans passe ich da jetzt auch richtig gut darauf. 

Mein neues Sofa
Und das Beste daran ist, das ich es nur noch mit Frauchen teile denn der Dussel macht seinem Namen mal wieder richtig Ehre und bevorzugt die neue Matratze auf dem Boden. Komischerweise liegt da Lilly auch sehr gerne, ich dachte die wäre etwas heller als der Dussel, aber so kann man sich täuschen (naja, zugegeben so mies ist die blöde Matratze auch wieder nicht. Wenn keiner guckt mache ich da zur Not auch ab und zu ein Nickerchen). 

Matratzenflöhe

Nur diese lästige Schnappatmung setzt immer mal wieder bei Mami ein. Zuletzt als sie meine Tierarztrechnung sah. Herrchen meinte nur sehr lapidar das man mit 700 Euro bestimmt auch meine Fürze vergolden könne. Mir gefällt seine Idee irgendwie.