Mittwoch, 6. Juni 2012

Infiziert ein Tatsachenbericht

Die Geschichte wie der Mensch auf den Hund gekommen ist eine fast so alte Geschichte wie die der Menschheit selber. Sie ist schon x-mal beschrieben worden und die Mystik der Mensch-Hund Beziehung wurde mehr oder weniger befriedigend von Anthropologen, Biologen, Archäologen, Soziologen, und sogar Historikern enthüllt. Obwohl alle diese ehrenwerten Forscher bestimmt ihr Bestes getan haben die Ursache für die Mensch-Hund-Beziehung zu erklären und zu belegen, haben sie den Hauptfaktor übersehen, den Virus.

Die Infektion des Menschen mit dem Hundevirus hat seinen Ursprung irgendwo in der Frühsteinzeit. Über den genauen Vorgang kann man nur spekulieren. Aber es könnte so von statten gegangen sein:
Szenario, eine kleine gemütliche Höhle in einem Waldstück. Unser Steinzeitkind quengelt schon den ganzen Tag über Langeweile und hält ihre schwer arbeitende Mutter von der Arbeit ab. „Mami, was machst du da? Darf ich auch mit den Steinen schaben? Mami, was gibt’s zu Essen heute? Mami, gehen wir bald sammeln? Mami, mir ist langweilig! Mami, kriege ich auch einen Pelz im Winter? Mami, wann machst du meine Puppe? Du hast es versprochen! Mami? Mami!!!“

Der guten Mutter reißt endlich der Geduldsfaden und sie schickt die Kleine zum Spielen auf die Lichtung vor der Höhle, nicht ohne die Ermahnung sich nicht zu weit von der Höhle zu entfernen. Die Kleine stapft lustlos aus der Höhle und setzt sich ins Gras der Lichtung. Gerade als sie anfangen will sich eine Gänseblümchenkette zu machen hört sie ein jämmerliches Wimmern aus dem Wald.

Die Kleine steht auf und nähert sich vorsichtig dem Dickicht vom Wald. Mit einem schnellen Blick über die Schulter versichert sie sich, dass ihre Mutter anderweitig beschäftigt ist und ihr keine Beachtung schenkt. Trotz eines unruhigen Kribbelns im Bauch macht sich die Kleine auf in verbotenes Terrain.

Da, rechts von ihr, da ist es wieder, ein lang gezogenes Wimmern und Jaulen. Sie geht leise auf das Geräusch zu. Vor ihr teilt sich ein Busch und heraus kullert ein braunes Fellbündel. Unsere Kleine erschrickt und versucht wegzulaufen. Sie stolpert, und fällt rückwärts auf ihren Po. Das Fellbündel hat endlich seine Pfoten gefunden und rennt freudig auf unser Menschenkind zu. Die Kleine versucht sich tot zu stellen, eine Verhaltensweise die ihr Vater ihr eingebläut hat in dem Fall das sie und ihre Mutter wilde Tiere im Wald antreffen. Unbeirrt leckt unser Fellbündel der Kleinen eifrig das Gesicht und über den Mund.

Bingo! Der Hundevirus hat seinen ersten menschlichen Wirt gefunden und nestelt sich sofort in die genetische Struktur des Menschenkindes ein.



Fragend öffnen sich die Augen der Kleinen. Der kleine Hund lacht ihr mit leuchtenden Augen ins Gesicht während er sie mit weiterem Lecken und vergnügtem Quietschen zum Spielen auffordert. Die Infektion nimmt sofort ihren Verlauf. Die Augen der Kleinen fangen an unnatürlich zu strahlen, sie kichert unkontrolliert, ihr Puls erhöht sich und sie hat das unbändige Verlangen unser kleines Fellbündel zu streicheln und ans Herz zu drücken.

Den Rest der Geschichte kennen wir alle. Die Kleine nimmt den süßen Welpen mit nach Hause in die Höhle. Die Mutter wird nach kürzester Zeit auch infiziert, der Vater versucht das Schlimmste noch abzuwenden und wird von den schon infizierten Haushaltsmitgliedern überstimmt, bis auch er der Infektion erliegt.
Der Hund bleibt. Für immer.

Krankheitsverlauf


Der Hundevirus ist heute in allen Menschen genetisch integriert, wobei es jedoch nicht bei jedem Menschen zur Infektion kommt. Bei vielen Menschen liegt der Virus latent und wird erst aktiv bei einer erneuten Infektion. Wie alle Viren ist auch der Hundevirus über die Zeit hinweg mutiert. Eine besonders seltene und gefährliche Variation des Hundevirus ist der Döggelchenvirus. Er wird ausschließlich von der Deutschen Dogge übertragen und ist unheilbar.
Da infizierte Menschen darauf bestehen ihre Döggelchen zu jeder Zeit mit an die Öffentlichkeit zu nehmen und damit unschuldige Mitmenschen wissentlich dem gefährlichen Virus aussetzen, hat die EU-Kommission jetzt darauf bestanden an Doggenhalsbändern und Leinen den nachfolgenden Warnhinweis nach ISO 9000 anzubringen.



DANGER


ACHTUNG DOGGE!
Höchste Infektionsgefahr!
Ansehen, Streicheln, Füttern oder gar Spielen führt mit Höchstwahrscheinlichkeit zur Infektion mit dem unheilbaren Döggelchenvirus!


Man kann sich mit dem Döggelchenvirus auf die verschiedensten Arten infizieren. Manchmal ist es genug, dass ein Mensch irgendwo in seinem Leben einer Dogge begegnet ist und sie streicheln durfte, oder sie vielleicht nur gesehen hat. Es ist sogar bekannt das sich Menschen infizierten die über Doggen gelesen haben. Als besonders gefährliche Lektüre wird da das Buch von Paul Eiper „Die gelbe Dogge Senta“ eingestuft. Dieses Buch gehört schon seit Jahrzehnten zum verbotenen Doggen Index und hat unzählige Menschen infiziert.
Bei Menschen die auf diese Weise infiziert wurden ist die Inkubationszeit meist ein bisschen länger. Der Virus vermehrt sich unbemerkt weiter im Wirt, bis dieser sich ertappt immer öfter über die Anschaffung einer Dogge nach zu denken und davon träumt eine zu besitzen. Letztendlich erliegt der Mensch seiner Infektion und ein Döggelchen kommt ins Haus.

Hat der Mensch Kinder zu Hause werden diese sofort, nachhaltig und unverantwortlich mitinfiziert. Kinder die mit Doggen aufwachsen sind lebenslänglich von der Infektion betroffen und werden auch im Erwachsenalter immer Doggen besitzen. Werden Kinder in die Beziehung Mensch-Dogge geboren wird der Virus von der Mutter direkt auf das ungeborene Kind übertragen. Man erkennt diese doggengeschädigten Babys daran, dass sie freudig quietschend mit ihrer Dogge auf einer Decke liegen und mit ihr um die Wette sabbern.

Manche Blitzinfektionen werden auch schlagartig akut indem, sagen wir mal ein Doggenwelpe hinter einem Autobahnklohäuschen lauert und sich dann dort von einem nichts ahnenden Menschen aufnehmen lässt.
Egal wie der Mensch infiziert wurde, der Krankheitsverlauf ist derselbe. Man kann ihn in drei Phasen unterteilen:

Erste Phase:
In der ersten Phase ist der Mensch noch recht arglos. Er ist in dem festen Glauben das er einen, wenn auch recht großen, aber sonst ganz normalen Hund besitzt. Die meisten Menschen die eine Dogge besitzen, haben schon eine weniger gefährliche Erstinfektion mit dem Hundevirus. Das heißt, sie haben wahrscheinlich schon andere Hunde vorher besessen. Zuerst stützen sich diese unschuldigen Menschen auf ihre vorherige Erfahrung mit Hunden, und versuchen ihr Döggelchen genauso zu erziehen wie sie es mit anderen Hunden tun würden.

Und dann machen Sie den ersten großen Fehler! Sie kaufen sich spezielle Lektüre über Doggenhaltung und Erziehung. Diese gefährliche Lektüre ist wie Wasser auf der Mühle für den Döggelchenvirus. Wird doch in ihr immer wieder dem Besitzer eingeschärft wie besonders seine Dogge ist, wie empfindlich, sensitiv und sanft. Es wird einem nachhaltig eingeimpft, dass man eine Dogge auf keinen Fall kränken darf und jeder Tadel und Missachtung ihr das Herz bricht. Dieses führt dazu das der Mensch ein verzücktes Lächeln um den Mund hat wenn das kleine Monsterdöggelchen des Menschen Lieblingsturnschuhe frisst und der Mensch ihm diese mit liebevollem Tadel: „ Aus, mein Schatz das Gummi bekommt dir doch nicht;“ entwendet. Und damit das kleine Döggelchen nicht beleidigt ist und einen bleibenden seelischen Schaden erleidet, wird der Tennisschuh sofort durch ein leckeres Schweineohr ersetzt.

Auch wird in dieser Lektüre auto-suggeriert das der natürliche Ruheplatz einer Dogge auf dem Sofa und im Bett ist. Die Lektüre ist überfüllt von Fotos von ach-so-süßen Doggen die königlich auf Sofas drapiert sind. Da man ja alles richtig machen will, wird dem Döggelchen sofort ein Platz auf dem Sofa und im Bett gemacht. Und da es ja da noch nicht alleine hoch kommt und man die so empfindlichen Knochen im Wachstum schonen möchte, wird es auch noch auf das Sofa gehoben. Das Döggelchen weiß instinktiv das sein Mensch jetzt den ersten Schritt seines Werdegangs als Doggenbesitzer gemacht hat. Jedes Mal wenn es der Ruhe bedarf stellt es sich vor dem Sofa auf und sieht den Mensch mit leidenden Augen an. Reagiert dieser nicht sofort kommt ein jämmerliches Winseln dazu, bis der Mensch gerannt kommt um sein Döggelchen aufs Sofa zu heben. Diese prompte Konditionierung wird auch sofort vom Döggelchen mit einem Kuss belohnt.


 
In den folgenden Wochen bemüht sich das Döggelchen eifrig seinen Menschen weiter zu erziehen. Da das Ziel der Dogge eine vollständige Symbiose mit dem Menschen ist, versucht sie den Menschen so oft wie möglich um sich zu haben und verfolgt ihn auf Schritt und Tritt. Oft zeigt das Döggelchen heftige Reaktionen auf jede Art der körperlichen Trennung von seinem Menschen. Der Mensch, der arme Tropf, fühlt sich auch noch geschmeichelt wie sehr ihn doch sein Doggenbaby braucht und gibt meistens klein bei indem er seine Lebensgewohnheiten so umstellt, dass das Döggelchen fast immer in seiner Nähe ist. Unwillkürlich floriert der Döggelchenvirus auf so reichem Nährboden. Typische Syndrome für die Vermehrung des Virus sind die Folgenden:

·       Der Mensch ist fast nie ohne sein Döggelchen zusehen.
·       Jedes Gespräch mit diesem Menschen führt unweigerlich zum Thema „Doggen“.
·       Der Mensch fängt an den Tag in Doggeneinheiten zu messen, Fresszeit, Spaziergang, Spiel- und Ruhezeit und arrangiert seine anderen Verpflichtungen um diesen Stundenplan herum, sodass das sensitive seelische Gleichgewicht seines Döggelchens nicht gestört wird.
·      Verwandte und Freunde versuchen verzweifelt Zugang zu dem Menschen zu bekommen und finden heraus, dass sie nur noch seine Aufmerksamkeit erregen wenn sie ihn fragen wie es seinem Döggelchen geht.
·       Alle Kinderfotos die der Mensch vielleicht in seinem Geldbeutel hat werden durch Doggenfotos ersetzt. Das schönste Portrait der Dogge bekommt einen Ehrenplatz auf dem Nachttisch des Menschen. Des Menschen Computer hat nur noch ein Bild des Döggelchen als Hintergrund und der Mensch fängt an mit wildfremden Leuten denen er begegnet über die Vorteile als Döggelchenbesitzer zu diskutieren.
·      Der Mensch kann von dem Thema Doggen nicht genug bekommen, denn so mehr er sich damit beschäftigt desto mehr möchte er nichts anderes mehr tun. Da sein bisheriges soziales Umfeld meist nichts mit Doggen zu tun hat und wahrscheinlich schon sehr von dem veränderten Verhalten des Menschen genervt ist, sucht der sich jetzt unverstanden gefühlte Mensch nach Gleichgesinnten.

Und so tritt die Infektion ganz unbemerkt die zweite Phase.

Zweite Phase:
In dieser Phase fängt der Mensch an intensiv zu recherchieren. Immer mehr Doggenlektüre wird gekauft, die Webseiten anderer Doggenbesitzer werden durchwühlt, und letztendlich tritt der jetzt schon stark infizierte Mensch in einen Doggenklub ein.

Unter dem Vorwand das Döggelchen artgerecht zu erziehen, denn „wer möchte den schon so einen Riesenhund der nicht gehorcht“, macht sich der Döggelchenbesitzer im Dienste der Menschheit auf einen Doggenklub in seiner Umgebung zu finden. Endlich fühlt er sich zu Hause. Anfangs trifft er sich nur einmal die Woche mit anderen Doggenbesitzern um sich nach Lust und Laune im Thema Dogge zu suhlen.

Aber dieses Stadium ist eines der Gefährlichsten, da auch das Döggelchen jetzt Kontakt zu seinen Artgenossen hat. Diese erfahrenen Menschentrainer bringen dem Doggenbaby jetzt alles bei was es wissen muss für die Erziehung seines Menschen. Auch hat die hier geballte Existenz des Döggelchenvirus weitere schwerwiegende Folgen für unseren Menschen. Die meisten Doggenklubs werden frequentiert und geleitet von Menschen die sich schon in der dritten Phase, dem Endstadium dieser Infektion befinden. Daher wird jetzt unser Mensch angehalten und animiert neuen Nährboden für seinen Virus zu generieren.

Nach dem allgemeinen Training üblich in solchen Gruppen, in denen der Mensch lernt Schritt zu halten mit seinem Döggelchen, werden auch Agilityübungen abgehalten. Diese werden durchgeführt um dem Döggelchen zu helfen die Hindernisse und Schikanen des menschlichen Haushalts zu überwinden. Hat der nichts denkende Mensch zum Beispiel seine Lieblingskekse außer Reichweite des Döggelchens auf den Küchenschrank gestellt, wird im Agility geübt wie das Döggelchen auf einen Tisch springen kann.

Dieses wird dann auch prompt von dem cleveren Döggelchen im Haushalt umgesetzt um doch noch an die Kekse zu kommen.

Auch wird oft bei diesen Übungsstunden ein Ringtraining angesetzt. Dort lernt das Döggelchen sich vorteilhaft im Ausstellungsring zu präsentieren. Dieses hat zwei Nutzen für die Dogge. Der erste ist, das der eitle Doggenbesitzer jetzt meint er müsse mit dem Döggelchen Ausstellungen besuchen. Was wieder herum die Vermehrung des Virus begünstigt, da zwar in einer Übungsstunde die geballte Kraft von 7 – 12 Doggen sich vereint, aber bei einer Ausstellung bis zu über 100 Doggen zusammen kommen. Was ein wahrhaft katalytischer Event für den Döggelchenvirus ist. Wehe den unschuldigen uninfizierten Menschen die sich in eine solche Doggenschau verirren. Zweitens kommt das Döggelchen jetzt endlich weiter herum. Der arme Mensch fährt jetzt, Sklave seines Döggelchens, fast jedes Wochenende stundenlang in andere Städte zu Ausstellungen bei denen sich das Döggelchen in Länge mit seinen Artgenossen über die internationale Strategie den Virus möglichst weltweit zu verbreiten beraten kann.


Zusätzlich werden dem armen Menschen Seminare und Lehrgänge empfohlen in denen er lernt die Sprache seines Döggelchens besser zu verstehen. Es kann recht mühselig sein für ein Döggelchen seinen Menschen zu erziehen und die Lehrgänge helfen dem Döggelchen sehr die sonst etwas sturen und schwerfälligen Menschen zu seinen Bedürfnissen zu sensibilisieren. Es ist doch immer schön zu sehen, wenn ein Döggelchenbesitzer es gemeistert hat seinem Döggelchen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Über die Übungsstunden hinaus werden Treffen, Ausflüge und Ferien in der Gruppe gefördert um auch den Menschen den letzten Rest Döggelchen-freie-Zeit abzugewöhnen. Wenn das Anfangs noch etwas zögernd geht, ist alsbald der Doggenbesitzer voll in die Gruppe integriert. Er nimmt brav an jedem Treffen teil und beteiligt sich auch in Webforen, schreibt für die örtliche Klubzeitung und zum Schluss organisiert er auch noch die Treffen selber.

Der Virus hat jetzt seine volle Ansteckungskraft erreicht. Der Döggelchenbesitzer fängt an seine Familie und Freunde zu infizieren. Da wird aus einer Dogge, ein verwöhntes Enkeldöggelchen, Freunde werden Paten des Döggelchen, Familienalben werden nur noch mit Döggelchenfotos gefüllt. Arme kranke Kinder bezeichnen die Dogge als ihr Geschwisterdöggelchen und Nachbarn möchten sich auch so schnell wie möglich ein Döggelchen anschaffen.

Unbewusst hilft der Döggelchenbesitzer dem Döggelchen den Virus zu verbreiten. Aber um zur Phase 3 zu gelangen müssen wir noch einen Schritt weiter gehen.

Dritte Phase/Endstadium:
Im Endstadium der Infektion ist die Symbiose zwischen Mensch und Döggelchen gänzlich vollzogen. Der Wille des Döggelchens ist jetzt auch der Wille des Menschen. Eine Trennung der Beiden ist lebensbedrohlich für beide Partien und sollte sie dennoch durch widrige Umstände erfolgen, muss für den zurückgeblieben Teil der Symbiose sofort ein neuer Partner gefunden werden. Oft bekommt das Döggelchen in diesem Stadium der Infektion Hilfe von einem zweiten Döggelchen im Haus. Und das neue Döggelchen teamfähig wie es ist, baut nahtlos auf der Vorarbeit des anderen Döggelchen auf.


Der Mensch beginnt dem Döggelchenvirus aktiv und wissentlich bei dessen Verbreitung zu helfen. Oft fängt dieses recht harmlos mit der Erstellung einer Webseite an. Der Mensch reiht sich in die Tätigkeit der Öffentlichkeitsarbeit ein und übernimmt seinen Part in der Verteilung des Virus in dem er viele süße Bilder seiner Döggelchen postet und lustige Berichte online stellt. Grundsätzlich wird jedem Besucher der Webseite klar was er an Lebensfreude und Glück verpasst, sollte er kein Döggelchen sein Eigen nennen.

Schnell macht sich diese Webseite selbstständig und der frequentiere Aufruf dieser verpflichtet den Urheber zu immer neuen Beiträgen, Aktualisierungen und Erweiterungen. Aber anstatt darüber entsetzt zu sein, wird der Urheber beflügelt und gründet einen eigenen Doggenklub. Jetzt ist er bemüht für immer mehr Mitglieder zu werben, die ihn bei seinen wichtigen Aufgaben, wie einer Klubzeitung, Treffen, Ausflügen, Ferien, und anderen Öffentlichkeitsarbeiten unterstützen. Tatsächlich finden sich genug andere Döggelchenbesitzer im Endstadium um den Gründer dieses Klubs zu unterstützen und dessen Einflussbereich zu erweitern.

Da gibt es Leute die einen Döggelchenrettung betreiben um menschenlosen Döggelchen eine neue Symbiose zu ermöglichen und um einem ahnungslosen Menschen bei der Transformation zu einem glücklichen Doggenmenschen zu helfen. Andere Leute machen DaneDancing um möglichst viele Menschen gleichzeitig dem Virus auszusetzen.

Aber am gefährlichsten ist eine Familie in Bern die eine Döggelchen Ranch besitzen. Diese laden doch tatsächlich auf ihrer Webseite unschuldige Kinder zu einem Sommerferiencamp ein. Die Kinder werden dort tagelang systematisch 4 – 5 Döggelchen ausgeliefert und werden in einer kontrollierten Umgebung nachhaltig fürs Leben infiziert.

Schlussendlich ist der Mensch komplett verdöggelt und hat das Bedürfnis dem Döggelchen selber die Vermehrung zu ermöglichen. Er wird Züchter und schließt sich der weltweiten Verschwörung der Döggelchenzuchtverbände an. Diese Zuchtverbände haben die gesamte Weltpolitik infiltriert und planen insgeheim  bei 2030 genug Döggelchen zu züchten, das jedes neugeborene Menschenkind auf der Welt mit dem Erhalt einer Geburtsurkunde auch ein Döggelchen bekommt um die Symbiose natürlicher und vor allem selbstverständlicher für die Döggelchen zu gestalten.

P.S.
PSSST!!! Ich schreibe dies im Geheimen an meinem Arbeitsplatz, sodass meine Döggelchen nichts davon mitbekommen. Ich muss mich beeilen, dauernd laufen weiße Döggelchen über meinen Bildschirm die versuchen mich an der Veröffentlichung ihrer Geheimnisse zu hindern. Dies ist meine letzte zurechnungsfähige Handlung bevor ich mich dem Virus ganz ergeben muss. Ich hoffe dieser Artikel erreicht noch ein paar infizierte Menschen im heilbaren Stadium. Ich möchte meine Familie und Freunde wissen lassen, dass ich mich in mein Schicksal gefügt habe und mich abgeklärt in das Endstadium meiner Krankheit stürze sobald ich nach Hause komme.


Kommentare:

  1. Grossartiger Text!!! Und so wahr!!!

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  2. ganz genau so ist es.......... hab den Virus seit 1984 seit da habe ich Doggen, einmal Dogge, immer Dogge!!!!!!!

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Würde diesen Text gerne auf meiner HP www.mydoggen.npage.de veröffentlichen... darf ich???
    Der ist so wahr...
    LG

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    1. Hallo Michaela,

      schoen das dir dieser Text gefaellt. Du hast auch eine sehr schoene Homepage. Trotzdem waere es mir lieber du verweist mit einem Link zu meinem Blog auf den Text. Denn jemand Anderes sieht sonst den Text auf deiner Homepage, kopiert ihn usw. Und dann landet er wieder irgendwo in einem Hundemagzin mit Author unbekannt (hatte ich schon einmal mit diesem Text). Der Blog ist zwar mein Freizeitvergnuegen, dennoch bin ich auch beruflich Redakteur und habe auch schon einiges veroeffentlicht. Daher moechte ich meine Texte nicht unkontrolliert veroeffentlichen. Danke fuer Dein Verstaendnis.
      Liebe Gruesse Jeannette

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