Samstag, 30. Juni 2012

11 Fragen 44 Antworten

Also jetzt haben wir die Mami kurzum an den PC gesetzt und kein Jammern oder Stöhnen wird berücksichtigt. Der letzte Blog ist schon wieder 12 ganze Tage her. Da schreibt die Mami den lieben langen Tag für andere, aber für unseren wichtigen Blog hat sie keine Zeit. So geht das wirklich nicht, besonders da wir ja darauf brennen bei den 11 Fragen mit zu machen. Wir fanden die Idee schon bei Lilly (meiner dalmatinschen Namensschwester) schon so toll und dann hat der Flori und ein paar andere Kumpels das auch gemacht, und wir? Wir kommen wie immer zu kurz weil unsere Olle nicht in die Puschen kommt.

„Menno Lilly, jetzt mach mal hinne du schwafelst schon wieder.“ „Schnauze Luca, hier geb ich den Ton an, geh mal lieber mit dem Papa raus Grashalme zählen.“ „Geht nicht, Mami hat ihm zum Rasen mähen verurteilt.“ „Ui da wird der aber ganz schön ins Hecheln kommen bei der Hitze. Egal, wenigstens liegen wir bequem vor dem Ventilator.“ „Ich antworte zuerst, ich darf zuerst antworten, die wollen bestimmt von mir zuerst lesen.“ „Dusselchen nu krieg dich wieder ein und hör auf die Tastatur voll zu sabbern, sonst klebt nachher wieder jeder Buchstabe und wir kriegen das hier nie fertig. Sophie! Sophie! Bist du soweit?“ „Schnarch, schnüffel, nies, was schon wieder Zeit zum Futtern?“ „Nö Olle, wir machen jetzt das Interview für den Blog.“ „Achso, na dann, Schnarch.“

„Also, ganz wichtig wir ziehen jetzt Strohhalme wer zuerst antworten darf und wer danach und so weiter. Dafür habe ich jetzt hier vier Halme von draußen reingeholt. Wer den längsten hat darf zuerst. Luca zieh.“ „Oh das war ja klar, ich fange an, das ist mit Sicherheit der längste Halm, gell Mami das denkst du doch auch, ich bin sowieso deine Nummer 1, deswegen sollte ich auch anfangen, ich muss den anderen ja zeigen wie es geht. Und außerdem bin ich auch der Allergrößte“ „Fertig mit der persönlichen Beweihräucherung Luca? Ok, Leo dann darfst du ziehen.“ „Och das war ja klar, immer auf die Kleinsten, das Ding ist ja total kurz, das hast du bestimmt vorher wieder angeknabbert, Mami hilf mir, die mobben mich schon wieder und haben mir den küerzten Halm angedreht, Mami die sind gemein, M-A-M-I!“ Oh Mann, Dusselchen hör auf rumzuheulen, es gibt keine internationale Verschwörung gegen dich, du hast einfach nur einen kurzen Halm gezogen, Ok? Sophie, jetzt zieh du.“ „Mampf, Schluck, kau...war das ein Leckerchen? Gibt es noch was davon? Habt ihr schon wieder alles weg gefressen?“ „Seufz, never mind Sophie, du hast den Kürzesten da du ihn gefuttert hast. Mal gucken was für mich uebrig bleibt. Na, schau Leo, meiner ist sogar kürzer als deiner also darfst du an zweiter Stelle.“ „Jawohl ja ich habs gewußt ich bin ERSTER!“ „Seufz, ja du bist erster, keine Ahnung wie du es immer schaffst deinen Rüssel überall als erster reinzustecken. Es wird wirklich richtig lästig.“ „Ist doch elementar liebe Lilly, das hat etwas mit natürlicher Autorität und gegebener Rangfolge zu tun.“ „So nun frisch ans Werk, ich bin mir sicher alle warten schon gespannt auf meine super genialen außerordentlich gut durchdachten Antworten.“

1.    Bist Du Einzelhund oder lebst Du in einem Rudel? Bist Du froh darüber?
‚Also ein richtiger Einzelhund war ich ja noch nie, genau genommen war ich Nummer zwei, da meine Ziehmutter Sophie schon da war. Aber natürlich war ich sofort die Nummer eins und Mami und Sophie waren immer sehr bemüht mich zusammen liebevoll groß zu ziehen. Ich war der absolute Hahn im Korb und lebte sehr glücklich mit vier Frauen (Mami und drei Töchter) und Sophie zusammen die mir jeden Wunsch von den Augen liesen, bis auf einen. Denn sonst wäre hier Schluß gewesen und ich wäre von der Anwesenheit des gelben Dussels und der weißen Tornadozicke verschont geblieben. Aber naja, Mami meinte halt es wäre sehr egoistisch von mir meine Brillianz und Contenance nicht mit so bedauernswerten Geschöpfen die dringend ein gutes Zuhause brauchten zu teilen. Dabei sei hervorgehoben, das die Beiden nur auf Pflege geduldet waren und in unverschämter Weise das gute Herz meiner Mami ausnutzten indem sie sich dort eingeschlichen haben und permantes Asyl beantragt haben und dass ohne offiziellen von mir beglaubigten Antrag. Einfach unfassbar das Ganze. Seitdem habe ich die schwerwiegende Aufgabe des Rudelführes übernommen und versuche diese hoffnungslos verrückte Meute einigermaßen geschlossen durchs Wohnzimmer und auf die Couch zu führen.“

Und dann kam ich! Ich bin Mami’s absoluter Sonnenschein! Hab ich schon gesagt das dann ich kam? Und ich bin so glücklich und auch ganz gelb wie die Sonne. Daher nennt mich Mami immer ihren Sonnenschein. Die anderen nennen mich immer Dussel, aber Mami liebt mich am meisten denn ich bin ihr Sonnenschein. Gelb wie die Sonne wisst ihr. Und ja da gibt es noch andere, aber die sind nicht gelb. Manchmal spielen wir zusammen, aber die nehmen mir immer alle Spielzeuge weg, weil ich so klein bin. Ich bin nämlich die kleinste Dogge im Rudel. Aber Mami gibt sie mir immer alle wieder, da ich ihr Sonnenschein bin. Eigentlich ist es ganz schön mit den anderen zu spielen und über die Felder zu jagen. Auch ist es im Winter nett zu kuscheln, aber das Schönste ist es bei der Mami im Bett zu liegen und zu schmusen, ganz ganz alleine...“

„Bevor ich kam waren die anderen einfach ein banales Hundetrio, erst mit meiner Ankunft wurden wir ein glückliches Kleeblatt. Ich bin der Ambassador des Rudels. Luca ist immer zuerst misstrauisch und mag Fremde fast nie auf Anhieb. Leo hat meist Angst vor Fremden und alles was nicht nach Mami riecht, deshalb bleibt er immer hinter Luca und Mami. Sophie fand Leute zwar früher toll, aber seit sie nicht mehr so gut hört und sieht hat sie mir die verantwortungsvolle Rolle des Ambassadors übertragen. Ich bin also hier für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ehrlich gesagt kann ich mir es überhaupt nicht vorstellen ein Einzelhund zu sein. Da wäre ja keiner da mit dem man spielen kann, oder den man ärgern kann und dann hätte Mami viel zuviel Zeit sich mit meiner Erziehung zu beschäftigen. Das wäre viel zu anstrengend. Um unser Frauchen in den Griff zu bekommen braucht es schon mehrere Nasen.
Sophie! Du bist dran!“

„Hä?! Wass iss los? Zeit fürs Abendessen?“

„Nein, Sophie, du sollst die Frage beantworten ob du lieber im Rudel lebst oder als Einzelhund.“

„Hä?! Natürlich will ich auch was vom Strudel! Habt ihr schon wieder alles ohne mich aufgefuttert?“

„Sophie, nicht S-T-R-U-D-E-L sondern R-U-D-E-L, willst du nicht gerne im Rudel leben?“

„Rudel, Schnudel, oder vielleicht auch Nudel, ich lebe als einziger Labrador mit drei Deutschen Doggen. Wisst ihr wieviel eine Deutsche Dogge frisst? Wisst ihr was dann drei fressen? Siehste, genug geschwätzt.“

2.    Lieblingsknochen?
Mein Lieblingsknochen ist definitiv Hüftknochen vom Kalb, fein, sehr knorpelig mit leckerem Mark.
Ich liebe Schweinerippchen, Mami auch, nur grillt sie ihre immer mit BBQ Soße auch sehr lecker.
Am liebsten habe ich Hühnerschlegel, nett und roh und man kann sie fein im Ganzen genießen.
Wenn ich dann was abkriege liebe ich Markknochen, das Mark kann man da so schön auslecken.

3.    Trockenfutter, BARF oder Nassfutter?
Wir werden gebarft.

4.    Lieblingsgericht?
Meistens kriegen wir ja nur Rohfleisch und Pansen, aber es gibt da auch die sehr glücklichen Momente in denen unsere Mami uns Essensreste ins Futter mischt. Also mein absolutes Highlight wären da Spaghetti Bolognese, schon wie das immer duftet da muss ich schon beim kochen immer sabbern.

Am aller aller liebsten esse ich Reis mit Soße. Das kriegen wir immer wenn wir mal Durchfall haben. Manchmal fresse ich extra was vom Kompost um Durchfall zu bekommen. Dann macht Mami mir immer lecker Hühnchenfrikasse mit Reis.

Ich heiße Lilly und ich bin Bananen süchtig. Es war wirklich meine Mami schuld, sie kam auf den Gedanken mir als Baby Bananen zu füttern. Und seit dem komm ich einfach nicht von ihnen los. Ich denke daran eine Selbsthilfegruppe zu gründen in der wir dann Bananenrezepte austauschen können.

Lieblingsessen? Gibts sowas? Ich esse alles, immer. Hauptsache ESSEN!

5.    Schwimmer oder Nichtschwimmer?
Igitt, ich weiß es gibt Hunderassen die gerne schwimmen, aber die Deutsche Dogge gehört nur in den seltensten und abartigsten Fällen dazu. Also jede Dogge die etwas auf sich hält geht höchstens bis zum Ellbogen ins Wasser.

Schwimmen? Oh nee da habe ich Angst, das Wasser könnte ja beißen und wer weiß schon was da drin ist.

Ich halte Schwimmen für absolut überbewertet. Wer will schon nach nassem Hund stinken? Und nasse Halsbänder sind einfach nur ekelhaft.

Schwimmen? Gehen wir schwimmen? Juchhu alles aus dem Weg ich hab die Pfütze als erstes entdeckt!

6.    Welches Spielzeug ist Dein liebstes?
Darüber spricht ein Gentleman nicht, er genießt, nuckelt und schweigt.

Also wir haben viele Spielzeuge und manchmal darf ich auch mit einem spielen das die anderen nicht gerade wollen. Aber am liebsten spiele ich mit der Mami und der Reizangel. Es macht soviel Spass das Hasenfell zu jagen und hinterher bin ich immer total KO.

Also grundsätzlich gehören alle Spielzeuge mir und wenn ich nicht damit spiele dürfen die anderen auch mal. Nur Luca hat ein Bärchen an dem er immer nuckelt und irgendwie versteckt er den immer vor mir. Aber warte wenn ich den kriege schauen wir mal was drin ist. Am liebsten mag ich Quitschies mit denen kann man den Dussel so schön ärgern. Der hat nämlich Angst vor denen wenn die quietschen und dann rennt er immer gleich zur Mami petzen.

Spielzeug? Mann, Kinder ich bin jetzt 16 Jahre, lasst mich doch mal in Ruhe mein Nickerchen fertig machen.

7.    Welchen Trick kannst Du aus dem FF und wie wurde er Dir beigebracht?
Also ich kann ein Wurststück aus der Luft fangen wenn Mami mir es zu spuckt. Wir haben diesen Trick in einem Lehrgang in Bochum gelernt der Ivan heißt. Und da musste ich nur genau auf Mami’s Mund achten bis sie die Wurst spuckt. Das macht soviel Spass das ich schon mal alles andere um mich vergesse.

Was ich am allerbesten kann ist sabbern. Keiner kann so schöne feste glitschige Sabberfäden wie ich produzieren, sagt Mami immer. Sie nennt mich sogar ihren Meistersabberer. Und ich kann die sogar bis an die Decke schleudern. Das ist nicht einfach, man braucht Geduld bis die Sabberfäden lang genug sind und schön dick und dann muss man sich ganz doll schütteln und dann schwupp hängt er an der Decke. Ich bin immer sehr stolz wenn mir das gelingt, und ich habe es mir ganz allein beigebracht.

Ich kann alles mögliche erreichen und bekomme alles was ich will nur indem ich meine Menschen aus meinen schönen unschuldigen blauen Augen ansehe. Ich habe meine Mami und Papi bestens erzogen. Diesen Trick können sie jederzeit und führen ihn sehr zuverlässig aus.

Trick? Ich zeig Euch jetzt mal einen Trick, hier ich stell mich tot. Und nu hört auf mich zu nerven, ich will schlafen.

8.    Hast Du irgendeine Besonderheit?
Ich bin eine Besonderheit! Alles an mir ist besonders. Ich bin besonders groß, und besonders schwer, besonders schön und natürlich auch besonders schlau. Und meine Mami hat mich besonders lieb.

Ich bin besonders schüchtern. Manchmal habe ich einfach zuviel Angst, aber dann kommt Mami und macht mich wieder besonders glücklich. Ich habe auch besonders schönes sonnengelbes Fell und Mami sagt immer ich bin besonders schmusig.

Manche behaupten ich wäre taub, das sind immer die Leute die keine Ahnung haben wie man mit dem Herzen hört und den Augen spricht. Klar wir sind alle etwas Besonderes Mami zeigt das uns jeden Tag.

Hach, im Moment bin ich besonders müde, aber früher haben Mami und ich immer sehr viel Spass gehabt. Aber jetzt brauche ich sie besonders, da ich vieles nicht mehr alleine schaffe. Aber sie sagt mir immer das ich ein ganz besonderer Hund bin.

9.    Was machst Du nach dem Essen?
Rülpsen, schlafen, kuscheln, pupsen.

10.    Herrchen oder Frauchen ;-) ?
Ganz klar mein Frauchen. Wir sind zwei Teile eines Ganzen. Ohne Mami geht gar nichts.

Ich hab den Papi zwar lieb weil er immer so schön mit uns tobt, aber ich bin Mami’s Sonnenschein. Also Mami.

Oh, wirklich schwierige Frage. Ich hänge sehr an meinem Papi, ich bin ja sein Mädchen und wenn er da ist bin ich auch meist in seiner Nähe. Aber wenn es mir schlecht geht, oder wenn irgendwas nicht stimmt will ich sofort meine Mami.

Herrchen, Mami ist toll. Aber wenn ich mein Herrchen habe ist meine Welt in Ordnung.

11.    Wie würde ein Tag nach Deinen Vorstellungen aussehen?
Oh das ist garnicht schwer, hier können wir uns wohl schnell einigen, da ein Tag nach unseren Vorstellungen immer am Wochenende statt findet. Da sind Mami und Papi zu Hause und der ganze Tag gehört nur uns. Wir stehen immer sehr früh auf und gehen alle auf einen langen Spaziergang durch Wald und Felder. Dort dürfen wir dann spielen und Mäuse jagen. Ich darf auch mit, Mami zieht mich meistens im Bollerwagen. Unterwegs spielen wir viel auch verstecken, und Sachen suchen und Mami hat immer Leckerlis dabei und Papa einen Ball. Und dann haben wir auch ganz dolle Zoomis, und Mami feuert uns immer an. Wenn wir dann nach Hause kommen Frühstücken wir erstmal gemütlich. Und Mami macht uns nach unseren Knochen immer noch ein leckeres Leberwurstbrot.
Danach machen wir meistens erstmal ein Nickerchen und Mami und Papi machen unser Haus sauber. Mittags sind wir dann bei schönem Wetter im Garten und helfen dort beim Löcher buddeln, das können wir viel besser als die Beiden. Außerdem müssen wir im Moment bei der Himbeerernte helfen. Ja, wir fressen alle unteren ab sodass die Mami sich nicht bücken muss. Sie hat Rücken.
Wenn der Papi die Büsche schneidet müssen wir den Abschnitt verteilen damit das nicht so auffällt und er nicht alles alleine weg räumen muss. Und Nachbar’s Tauben vertreiben damit sie nicht bei uns alles voll kacken. Und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Und ich darf dann ganz alleine in meinem Doggipool spielen. Abends gibts dann Futter und unsere Leute grillen. Und manchmal machen sie dann so ein richtig tolles Lagerfeuer im Garten und wir können dann den Zaun bewachen und bellen wenn sich was bewegt, denn Mami sagt wir sind Lagerhunde. Dann kann man sich so richtig schön an Papi kuscheln und ihn solange bezirzen bis er einem Marshmellows am Stock röstet. Das klebt so schön die Zähne zusammen. Und das Feuer tut immer meinen alten Knochen so gut. Ich lege mich immer so nah dran das Mami Angst hat das ich mir das Fell verbrenne. Na, und wenn wir dann alle müde sind gehen wir nach oben ins Bett. Und dann machen wir das Ganze am nächsten Tag nochmal bis es Montag ist. Tja, Montag ist halt ein blöder Tag, sagt Mami auch immer. Dann halten wir über die Woche die Stelle und machen sicher das unser Babysitter keinen Unfug treibt bis Mami und Papi zum kuscheln abends nach Hause kommen. Und dann couchen wir jeden Abend und begraben Mami unter uns. Sie liebt das, sie nennt es Doggenbaden. So richtig gemütlich ist es eh nur im Knäul. Und dann habe ich Herrchen ganz für mich alleine und kriege meinen Bauch gekrault. Hach, wir lieben es.

Montag, 18. Juni 2012

Alles Banane



Schnuppern, ist die Luft rein? Vorsichtig schleiche ich die Treppe hinunter und schiele um die Ecke. Fein, keiner da, noch einen schnellen Sprung nach vorne mit eingezogenem Kopf und Schwupps bin ich ungesehen in meiner Höhle unter dem Küchentisch. Endlich! Jetzt kann ich mich in Ruhe kratzen ohne dass das wieder Mami mit ihrer blöden Salbe auf den Plan ruft. Ohhh, jaaa, das ist es, noch ein wenig weiter rechts…. Genüsslich schließe ich meine Augen und kratze was das Zeug hält im Trommeltakt. Huch, plötzlich hat mich eine Hand am Kragen und zieht mich unter dem Tisch vor. Mist, sie hat mich erwischt. Halbherzig versuche ich Wiederstand zu leisten, aber Mami versteht mal wieder keinen Spaß und  fuchtelt mir wie wild mit dem Zeigefinger vor der Nase herum. Das ist ihr Zeichen für „Nein“. Wie hat sie mich bloß wieder gefunden?
Gnadenlos schnappt die sich meine Pfote, und ich hasse es wenn jemand mit meinen Pfoten herum macht. Schnell versuche ich den Rückzug in meine Höhle anzutreten, aber da packt sie mich geübt in den fiesen Nix-da-du-wirst-zwischen-die-Beine-geklemmt-bis-ich-fertig-bin Ringgriff. Wenn ich jetzt nicht still halte, artet das noch in den zwischen-die- Beine-geklemmt-Scheren-und drauf-setz-Griff aus, also gebe ich klugerweise auf und lege vorsichtshalber mal die Öhrchen schlapp und schaue betrübt, vielleicht zieht ja die Mitleidsmasche.
Das hilft meistens auch wenn ich ausbüchse wenn sie mit der Krallenschere droht. Ich lasse mir nämlich meine Krallen nicht schneiden, nie nicht. Außerdem bin ich so eine außergewöhnliche Dogge, dass meine Krallen sich ganz von selber kürzen wenn ich tief und fest pofe.

Jedes Mal wenn ich den gelben Dussel darauf aufmerksam mache wie toll doch meine schönen Krallen nach einem guten Nickerchen aussehen, schmeißt sich dieser Clown auf den Rücken und brüllt vor Lachen. Naja, ist eben ein Dussel, was weiß der schon von Krallen, seine dicken Klauen müssen jedes Mal stundenlang von Mami mit Krallenzange und Feile bearbeitet werden um die kürzer zu bekommen, und der pennt meistens auch noch dabei ein. …Ah, Moment, ob es wohl eine kausale Verknüpfung zwischen einem Nickerchen und kurzen Krallen gibt? Ach Quatsch, meine Krallen sind einfach nur viel schlauer als seine….
Jetzt entdeckt sie auch noch die aufgekratzte Axel. Die zusammengezognen Augenbrauen von Mami verheißen nichts Gutes. Mit einem tiefen Seufzer werde ich entlassen und ich mache mich schnellstens zurück in meine Höhle unter dem Küchentisch und übe mich in beleidigter Leberwurst spielen. Das habe ich inzwischen perfektioniert, ich rolle mich fest ein, wohlgemerkt meine kostbaren Pfötchen fest an den Bauch geklemmt während ich dann mit kummervoller Miene leise meinen Unwillen winsele, bis irgendjemand unter den Tisch krabbelt um mich zu trösten.
Mamis Füße laufen um den Tisch, ich schiele mal unter der Tischdecke vor um die Lage zu eruieren. Mami zieht ihre Jacke an und nimmt die Autoschlüssel vom Tisch, ein sicheres Zeichen das sie gleich nach draußen geht. Oh, die Jungs haben es auch schon mitbekommen und schnell sausen wir um die Wette zur Tür. Juchhe, wir gehen spazieren, sie nimmt eine Leine vom Halter und wir fangen schon mal den wir-sind-so-aufgeregt Tanz an. Dabei ist es immens wichtig sich vor der Türe im Kreis zu drehen und dabei ein schönes Gewühl aus Pfoten und Doggenohren und schlagenden Schwänzen zu bilden, außerdem muss sich immer der Hund der gerade angeleint werden soll hinter den anderen verstecken. Dann fängt Mami meistens an ihrerseits zu tanzen und zu gestikulieren bis sie ganz rot im Gesicht ist. Ein wirklich unterhaltendes Spiel.
Komisch, die Jungs brechen ihren Tanz schlagartig ab und machen kummervolle Gesichter. Der Gelbe verdrückt sich sogar unauffällig in meine Höhle. Luca guckt auch das er Land gewinnt und Sophie schaut mich voller Mitleid an, was ist denn hier los? Ich tanze noch ein bisschen weiter bis ich angeleint werde. Ätsch, dann gehe ich halt alleine mit der Mami weg, normalerweise löst das ein Sturm der Entrüstung bei den anderen aus, die mich dann noch bis ins Auto verbellen bis das ganze Haus bebt, aber seltsamerweise fühle ich gar keine Schwingungen, hmmm….egal, ICH gehe spazieren.
Yippie, rein ins Auto und los. Quietsch-vergnügt schaue ich aus meinem Fenster, oh schau eine Straße, und och, da ist ein Hund, oh und dahinten war das gerade eine Miezekatze? Und da sind ganz viele Autos, und noch mehr Straßen, und mehr Autos…
Was dauert das wieder lange mit dem Fahren, wo will denn die hin? Also zu unser Wald-Gassi-Strecke dauert es aber nicht so lang. Hm, vielleicht gehen wir ja wieder auf den großen Hundespielplatz? Och, noch mehr Straßen, hört das denn gar nicht mehr auf? Mir ist mal wieder so langweilig. Mal gucken ob ich etwas im Auto finde zum Spielen. Oh, da hat jemand ein Schreiberding hinten in der Box vergessen. Hingebungsvoll widme ich mich der ehrenvollen Aufgabe mein technisches Verständnis zu vertiefen und das Ding fein säuberlich in seine Einzelteile zu zerlegen. Ups, was ist das? Irgendetwas steckt mir in den Zähnen fest. Ich versuche es angestrengt mit meiner Pfote heraus zu pulen, aber irgendwie geht das nicht. Ganz heftig den Kopf schütteln funktioniert auch nicht, was mach ich denn jetzt? Vorsichtshalber fange ich mal an zu jammern.
Mami hält das Auto an und krabbelt zu mir hinten in die Gitterbox. Ich setze mich vorsorglich in eine Ecke und mache meine Schnauze gut und fest zu. Ich möchte ja nicht zu kleinkariert wirken, aber da geregelte Besitzansprüche das miteinander wesentlich erleichtern, möchte diese Regelungen an dieser Stelle doch erwähnen: Wenn ich es gesehen habe ist es meins. Wenn du es gesehen hast und ich möchte es, ist es auch meins. Wenn du es jemals besessen hast, und es liegen gelassen hast ist es meins. Wenn du es hast und ich will es, ist es meins. Wenn es sich in deiner Schnauze befindet, ist es meins, und sollte es sich in meiner Schnauze befinden ist es NIEMALS deins und du wirst es auch nie von mir bekommen, denn was sich in meiner Schnauze befindet ist mit Sicherheit MEINS mit einer Potenz hoch drei.
Unglimpflicherweise stecke ich aber in einem delikaten Gewissenskonflikt. Irgendwas von diesem doofen Schreiberding steckt wohl fest. Bleib ich meinen Prinzipien treu, oder ist hier eine Ausnahmeregelung nötig? Ich muss das Ganze mal in Ruhe und philosophisch betrachten. Also es gab da so ein Schreiberding…
He, nicht so grob, man wird doch wohl noch nachdenken dürfen, die kümmert sich mal wieder einen Dreck um meine sehr sozialen Regelungen und brillanten Gedankengänge und macht mir einfach die Schnauze auf. Sie fischt mit geübter Hand die Metallfeder raus, und sammelt seufzend die Reste des Dingsda ein. Ich bin total beleidigt über diese Nötigung und der Tatsache dass meine wissenschaftliche Untersuchung des Schreiberdings noch nicht vollendet war und ich wohl doch meine Dissertation über ein anderes Thema werde schreiben müssen, und ziehe ich mich in meine Ecke zurück und rolle mich schmollend zusammen.
Schmollen kann ich wirklich besonders gut und das Beste darin ist ….gähn…och, der Wagen schaukelt so schön, und das Beste am schaukeln…äh schmollen ist…..schnarch.
Es ist doch immer das Gleiche, fast ist man an dem Ziel seiner Träume angekommen und hat den fetten Hasen auf dem Feld erwischt, und da wird man geweckt, angeleint und nach draußen befördert. Oh, wir sind da, was ist denn „da“? Hm, irgendwie kommt mir dieser Platz bekannt vor, ich glaube hier waren wir schon mal. Ja, es riecht hier auch so komisch, irgendwie nach Angst und irgendeinem komisch beißenden Geruch.
Oh, fein hier sind jede Menge Hunde, wir sind bestimmt zum Spielen da. Schnell hüpfe ich meinen ich-bin-ja-so-aufgeregt-lass-mich-von-der-leine-zum-spielen Tanz, aber zu meinem Verdruss handle ich mir nur einen Verweis und eine kurze Leine ein. Wie, jetzt? Wir sind hier den ganzen Weg zum spazieren gehen gefahren um all diese Hunde zu treffen und jetzt darf ich noch nicht einmal spielen? Offenbar nicht, Mami fuchtelt wieder mit dem Zeigefinger vor meiner Nase herum, bugsiert mich in eine Ecke und dann muss ich mich auch noch auf die kalten Fliesen legen, Igitt. Das grenzt wirklich stark an Tierquälerei, ich schwöre die nächste Gelegenheit die ich bekomme petze ich bei Notdogge.
So da liege ich nun und was passiert? Rein gar nichts, die pure Langeweile. Gegenüber sitzt eine Colliehündin und ignoriert mich komplett, sie würdigt mich noch nicht mal eines Blickes als ihr eine freundliche Spielaufforderung wedele. Dann eben nicht liebe Tante, bleib’n Onkel, och habe ich schon erwähnt dass der Wuschellook dieses Jahr komplett out ist?
Zwei Stühle weiter unten sitzt ein alter ergrauter Cocker Spaniel, mal gucken was der so meint. Ich robbe vorsichtig in seine Richtung, und strecke ihm meine Nase entgegen um zu schnuppern. Da blafft mich der ungehobelte Kerl an: „Lass mich bloß in Ruhe, ich kann schon seit drei Tagen nicht mehr pinkeln und ich Scheiß auf rosa Gumminasen wie dich!“ Menno, der braucht doch nicht gleich so sauer sein. Schnell verkrümele ich mich hinter Mamis Beine, und gebe ihr den ich-schwörs-der-andere-hat-angefangen-und-ich-hab-gar-nix-gemacht Blick, zweifelnd hebt sie mal wieder die Augenbrauen und gibt mir das Zeichen für Platz. Boah, kein Wunder das die anderen hier nicht mit wollten, es ist tot langweilig.
Nach gefühlten drei Stunden wird auch Mami knatschig und rutscht auf ihrem Stuhl herum, schaut auf ihre Armbanduhr und seufzt sehr viel. Endlich steht sie auf und wir gehen nach draußen. Endlich! Schnurstracks will ich sie zum Auto ziehen, aber Pustekuchen da will sie nicht hin. Ob wir doch noch spazieren gehen? Sie nimmt so eine komische braune Tüte aus einem Eisending und wir gehen Richtung Wiese. Nach den harten Fliesen ist die Wiese richtig schön kühl und kuschelig zwischen meinen Zehen. Mit meiner Nase im Gras sauge ich tief die Luft ein um Zeitung zu lesen. Huch, die ganze Wiese besteht nur aus Schlagzeilen. Igitt, hier haben sich ja ganze Meuten verewigt. Also meine Unterschrift ist viel zu wichtig, und ich mache meine Geschäfte nur auf gut ausgesuchten Plätzen wo sie auch ihre volle Geltung entwickeln können. Ich streike und versuche so schnell wie möglich einen besseren Platz zu finden. Aber so schnell lässt die mal wieder nicht locker. Sie läuft diese doofe Wiese hoch und runter, hoch und runter, und wieder hoch und wieder runter, und die ganze Zeit hat sie mein Hinterteil mit Argusaugen im Blick. Aber so schnell gebe ich nicht auf, müssen tue ich schon, aber ganz bestimmt nicht hier. Ich kneife fest meine Pobacken zusammen und ziehe Richtung Parkplatz. Lilly nach Hause….
Endlich gibt sie auf und wir laufen endlich aufs Auto zu. Meistens hat Mami ja Augen wie die neun-köpfigen Hydra und erahnt mit ihrem sechsten Sinn wenn ich was im Schilde führe um dann in letzter Sekunde meinen ausgeklügelten Schlachtplan zu vereiteln, aber diesmal wird sie es nicht kommen sehen. Ganz nonchalant schlendere ich an ihrer Seite, nehme mir die Zeit um an einem Gänseblümchen am Wegesrand zu schnuppern. Weiter geschlendert und dann habe ich mein Ziel erspäht. Schnellen Stopp eingelegt, Hintern raus gestreckt, Schwanz hoch und noch ein nettes Häufchen auf dem fein geharktem Kiesweg gesetzt. Mission erfolgreich beendet, wir können dann nach Hause. Mami tanzt dazu schon wieder so einen komischen Tanz um mich herum und wedelt wie wild mit dem braunen Tütchen. Schon kommen ein paar Leute und zücken ihre Handys um mein schönes großes Häufchen zu fotografieren und dahinter warten noch zwei Autos in der Schlange. Jetzt werde ich bestimmt berühmt. Mami ist so stolz auf mich das sie schon wieder ganz rot im Gesicht ist, macht nichts ich finde die Farbe steht ihr. Um mein tolles Häufchen für die Nachwelt zu erhalten hebt sie es vorsichtig mit dem braunen Tütchen auf und alle Menschen freuen sich, wieder mal habe ich für heute mein gutes Werk getan.
Jetzt aber möchte ich aber endlich nach Hause und biege auf die Zielgrade ab direkt zum Auto, Mensch, schon  wieder nichts! Die läuft doch tatsächlich wieder in diesen doofen langweiligen Raum mit diesen doofen langweiligen Hunden. Ich habe ja ein sehr gutmütiges Wesen und mache so manches klaglos mit, aber jetzt ist es genug und ich trete geflissentlich deutlich auf die Bremse. IEEHH! Gemein, die Fliesen sind rutschig und ich lande wild rudernd auf der Schnauze. Unverschämtheit so was, wieso können die hier nicht einen vernünftigen Rasen reinziehen, dann bräuchte man auch sein Geschäft nicht auf dem Kiesweg verrichten. Gerade als ich mich wieder aufgerappelt habe, geht es schon weiter durch eine Glastüre und in einen noch kleineren Raum mit einem Tisch. Hm, ist es schon Zeit für meine Nachmittagsbanane?
Aber wieder werden meine Erwartungen bitter enttäuscht. Auf einmal wimmelt es nur so von weißen Kitteln um mich. Vorsichtshalber verstecke ich mich mal hinter Mami, man weiß ja nie ob die Leute da auch ausreichend sozialisiert wurden. Und eh ich mich es versehe fallen die doch über mich her und heben mich auf diesen komischen Tisch. Und auf Mami ist auch kein Verlass, die hat denen sogar geholfen. Jetzt ist mir doch sehr mulmig zu Mute.  Wozu hat man große Brüder wenn die dann doch nicht da sind wenn man sie braucht? Alle stehen um mich herum und unzählige Hände halten mich auf dem Tisch. Mami brabbelt mal wieder vor sich hin und streichelt mich dabei. Hoffentlich heißt das, dass ich bald wieder von diesem doofem Tisch darf.
Jetzt fummelt auch noch einer dieser weißen Kittel an mir herum, und guckt sich sogar die Haut zwischen meinen Zehen an. Von Privatsphäre hat der auch noch nichts gehört. Ich verstecke meinen Kopf unter Mamis Weste, wenn ich den nicht sehen kann, dann kann der mich vielleicht auch nicht mehr sehen.
Es ist an der Zeit die Operation „Free Lilly“ zu planen. Also, wenn ich mich in einem Ruck losreiße und vom Tisch springe, könnte ich mich an dem Schrank mit den Hinterpfoten abfedern, eine 90 Grad Harke schlagen und durch die offene Türe direkt zum Auto preschen. Tief einatmen, Duldsamkeit vortäuschen und entspannen. Ja, tatsächlich, die lassen locker, jetzt oder nie! Juchhe! Ein riesiger Satz vom Tisch, in den Schrank geschliddert, die Hinterbeine versammelt und Endspurt zur Türe. Knall! Einer der weißen Kittel schlägt mir die Tür vor der Nase zu und ich rausche volle Fahrt in seine Knie. Das hat er jetzt von seinen schlechten Manieren, normalerweise hält man doch einer Dame die Tür auf. Als der Kittel wieder hoch kommt mit einem etwas Schmerz verzogenem Gesicht hat er so ein komisches großes durchsichtiges Plastikgebilde in der Hand. Was will er denn damit? Er formt das Ganze zu einem Trichter und stülpt mir das Ding über den Kopf! Wie bitte? Was soll das denn!!! Ich versuche natürlich dieses blöde Ding so schnell wie möglich los zu werden. Alles herum ist milchig irgendwie und dauernd stoße ich irgendwo an. Die spinnen doch die Römer, ich lege mich jetzt hier hin und rühre mich keinen Millimeter bis ich dieses Ding wieder los bin, jawohl.
Der weiße Kittel und Mami versuchen mich auf die Beine zu stellen und mich durch die offene Tür zu bugsieren, aber ich verweigere jegliche Zusammenarbeit und bleibe einfach liegen. Sollen sie doch sehen was sie davon haben, meinetwegen können sie sich einen Bruch heben, aber so gehe ich auf keinen Fall einen einzigen Schritt. Die blöde Colliezicke da draußen lacht sich doch schlapp wenn ich in diesem albernen Aufzug auftauche, ganz zu schweigen wie mich die Jungs zu Hause aufziehen werden. Nein, nein und nochmals nein, so gehe ich nicht da raus. Ich mache auf Gandhi und trete in den Hungerstreik und dann können sie ihre Grausamkeit den Leuten hier erklären die das arme verhungerte Döggelchen in dem fiesen Plastikding bedauern.
Endlich hat die Olle Mitleid mit mir und nimmt das Teil wieder ab, das wurde aber auch Zeit. Sie klemmt sich das Ding unter den Arm und endlich darf ich in mein Auto. Ich glaube ich war noch nie so glücklich mich auf mein Kissen zu kuscheln. Mami hat dieses komische Plastikding vorne neben sich. Bei der ersten Gelegenheit werde ich meinen Schmach bitter rächen und dieses Teil entführen und in einer dunklen Ecke in die kleinsten Fetzen reißen, im Garten mindestens zwei Meter tief verbuddeln um dann ausgiebig und mehrmals auf sein Grab zu pinkeln. Mit diesen wohligen Gedanken rolle ich mich ein und lasse mich in den Schlaf schaukeln.
Zu Hause gut, alles gut? Mit Nichten, sobald wir zuhause angekommen sind, geht die Folter des unschuldigen weißen Doggenbabies weiter. Sofort probiert Mami ihre neuen Salben und Sprays an mir aus. Puh, warum muss das Zeug immer so abscheulich stinken. Ich weiß nicht warum sie sich nicht das ganze Gecreme einfach spart, das Zeug leck ich sofort wieder ab wenn sie fertig ist und damit basta. So stinkend kann man ja keinem anderen Hund unter die Nase treten. Der Dussel sitzt ein paar Meter weiter und kräuselt schon die Nase, und da geht’s schon los „HATSCHIII“ und der ganze Rotz und Sabber landet mit einem nassem Klatsch an der Wand. Wow, Leo fein gemacht! Keiner kann so super klebrigen Schlunz produzieren wie unser gelber Dussel, darin ist er einfach ein Meister. Während ich bewundernd dem langsamen zähen Laufen des Schlunz zu sehe, trollt sich Leo ins Wohnzimmer um der Couch auch etwas von seinem kostbaren Sabber zu gönnen. Mami schmeißt mal wieder Papi Handtücher hinterher um den Sabber zu beseitigen. Jetzt haben sie schon drei tolle Doggen zu Hause die bereitwillig ihren Schlunz mit Ihnen teilen und trotzdem kann ich mich des Gefühls nicht erwehren das unser kostbares Schlunzgeschenk an die Beiden pure Vergeudung ist.
Mami zückt mal wieder ein T-Shirt und zieht es mir über den Kopf und bevor ich mich versehe habe ich auch noch Gummischuhe an den Pfoten. Also irgendwer muss Mami mal klar machen, dass obwohl ich ja ein Mädchen bin, ich mit der gängigen Mode wirklich nix im Sinn habe. Ständig stopft sie mich in irgendwelche T-Shirts und als ich meine erste Hitze hatte, hat sie mich für mein ganzes zukünftiges Leben als Hündin ernsthaft traumatisiert. Da wird man endlich erwachsen und eine junge Frau und kann damit bei den Kerlen prahlen, und was macht sie? Sie steckt einen in Windeln wie ein Baby. Luca hat zwar diskret weg gesehen und sich in die Barthaare gekichert, aber dieser gelbe Dussel hat sich wochenlang auf meine Kosten amüsiert und immer wenn ich nicht aufgepasst habe, hat er den Gummibund meiner Windel schnalzen lassen. Und wenn dann der Bund endlich kaputt war habe ich den Ärger und die Schimpfe von Mami bekommen, weil die doofen Windeln so teuer sind.
Endlich werde ich entlassen von Mami. Uh, ich glaube nicht dass man mit diesen komischen Schuhen laufen kann. Also Nike oder Blahniks sind das sicher nicht. Unsicher versuche ich mich vom Acker zu machen, aber irgendwie funktionieren meine Pfoten so ganz anders mit den Schuhen an und ich stakse mit jedem Schritt wie ein Storch im Salat. Och, ne jetzt lacht mich die Olle auch noch aus. Mir reicht es heute wirklich, ich setze mich jetzt auf meine Treppe und werde nach Herzenslust schmollen. Heute braucht überhaupt keiner mehr zu kommen und irgendetwas wollen, den nächsten der etwas von mir will beiße ich in den Hintern, jawohl.
Ich werde jetzt alle ignorieren. Mami versucht mich schon wieder abzulenken und winkt mich zu ihr. Ich drehe ostentativ meinen Kopf weg, meint die jetzt dass die ganze Tortur heute einfach mal so vergeben und vergessen ist, nur weil sie freundlich winkt? Nie nicht!
Geplagt von  Gewissensbisse fährt sie jetzt schwere Geschütze auf und wedelt mit, oh nein, einem ganzen Bündel Bananen. Wie soll man da nur standhaft bleiben? Mir läuft schon der Sabber im Maul zusammen. Oh mein Gott gibt es irgendwas Besseres als Bananen? Ach, Moral und Standhaftigkeit zum Teufel JUCHUH BANANEN!!! Mach schon, mach schon ich will meine Banane…aber sitzen tu ich nicht mehr dafür.

Morgens Banane

Mittags Tierarzt

Abends Banane

 Banane gut, alles gut.

Bilanz des Tages: „Alles Banane!“



Mittwoch, 6. Juni 2012

Infiziert ein Tatsachenbericht

Die Geschichte wie der Mensch auf den Hund gekommen ist eine fast so alte Geschichte wie die der Menschheit selber. Sie ist schon x-mal beschrieben worden und die Mystik der Mensch-Hund Beziehung wurde mehr oder weniger befriedigend von Anthropologen, Biologen, Archäologen, Soziologen, und sogar Historikern enthüllt. Obwohl alle diese ehrenwerten Forscher bestimmt ihr Bestes getan haben die Ursache für die Mensch-Hund-Beziehung zu erklären und zu belegen, haben sie den Hauptfaktor übersehen, den Virus.

Die Infektion des Menschen mit dem Hundevirus hat seinen Ursprung irgendwo in der Frühsteinzeit. Über den genauen Vorgang kann man nur spekulieren. Aber es könnte so von statten gegangen sein:
Szenario, eine kleine gemütliche Höhle in einem Waldstück. Unser Steinzeitkind quengelt schon den ganzen Tag über Langeweile und hält ihre schwer arbeitende Mutter von der Arbeit ab. „Mami, was machst du da? Darf ich auch mit den Steinen schaben? Mami, was gibt’s zu Essen heute? Mami, gehen wir bald sammeln? Mami, mir ist langweilig! Mami, kriege ich auch einen Pelz im Winter? Mami, wann machst du meine Puppe? Du hast es versprochen! Mami? Mami!!!“

Der guten Mutter reißt endlich der Geduldsfaden und sie schickt die Kleine zum Spielen auf die Lichtung vor der Höhle, nicht ohne die Ermahnung sich nicht zu weit von der Höhle zu entfernen. Die Kleine stapft lustlos aus der Höhle und setzt sich ins Gras der Lichtung. Gerade als sie anfangen will sich eine Gänseblümchenkette zu machen hört sie ein jämmerliches Wimmern aus dem Wald.

Die Kleine steht auf und nähert sich vorsichtig dem Dickicht vom Wald. Mit einem schnellen Blick über die Schulter versichert sie sich, dass ihre Mutter anderweitig beschäftigt ist und ihr keine Beachtung schenkt. Trotz eines unruhigen Kribbelns im Bauch macht sich die Kleine auf in verbotenes Terrain.

Da, rechts von ihr, da ist es wieder, ein lang gezogenes Wimmern und Jaulen. Sie geht leise auf das Geräusch zu. Vor ihr teilt sich ein Busch und heraus kullert ein braunes Fellbündel. Unsere Kleine erschrickt und versucht wegzulaufen. Sie stolpert, und fällt rückwärts auf ihren Po. Das Fellbündel hat endlich seine Pfoten gefunden und rennt freudig auf unser Menschenkind zu. Die Kleine versucht sich tot zu stellen, eine Verhaltensweise die ihr Vater ihr eingebläut hat in dem Fall das sie und ihre Mutter wilde Tiere im Wald antreffen. Unbeirrt leckt unser Fellbündel der Kleinen eifrig das Gesicht und über den Mund.

Bingo! Der Hundevirus hat seinen ersten menschlichen Wirt gefunden und nestelt sich sofort in die genetische Struktur des Menschenkindes ein.



Fragend öffnen sich die Augen der Kleinen. Der kleine Hund lacht ihr mit leuchtenden Augen ins Gesicht während er sie mit weiterem Lecken und vergnügtem Quietschen zum Spielen auffordert. Die Infektion nimmt sofort ihren Verlauf. Die Augen der Kleinen fangen an unnatürlich zu strahlen, sie kichert unkontrolliert, ihr Puls erhöht sich und sie hat das unbändige Verlangen unser kleines Fellbündel zu streicheln und ans Herz zu drücken.

Den Rest der Geschichte kennen wir alle. Die Kleine nimmt den süßen Welpen mit nach Hause in die Höhle. Die Mutter wird nach kürzester Zeit auch infiziert, der Vater versucht das Schlimmste noch abzuwenden und wird von den schon infizierten Haushaltsmitgliedern überstimmt, bis auch er der Infektion erliegt.
Der Hund bleibt. Für immer.

Krankheitsverlauf


Der Hundevirus ist heute in allen Menschen genetisch integriert, wobei es jedoch nicht bei jedem Menschen zur Infektion kommt. Bei vielen Menschen liegt der Virus latent und wird erst aktiv bei einer erneuten Infektion. Wie alle Viren ist auch der Hundevirus über die Zeit hinweg mutiert. Eine besonders seltene und gefährliche Variation des Hundevirus ist der Döggelchenvirus. Er wird ausschließlich von der Deutschen Dogge übertragen und ist unheilbar.
Da infizierte Menschen darauf bestehen ihre Döggelchen zu jeder Zeit mit an die Öffentlichkeit zu nehmen und damit unschuldige Mitmenschen wissentlich dem gefährlichen Virus aussetzen, hat die EU-Kommission jetzt darauf bestanden an Doggenhalsbändern und Leinen den nachfolgenden Warnhinweis nach ISO 9000 anzubringen.



DANGER


ACHTUNG DOGGE!
Höchste Infektionsgefahr!
Ansehen, Streicheln, Füttern oder gar Spielen führt mit Höchstwahrscheinlichkeit zur Infektion mit dem unheilbaren Döggelchenvirus!


Man kann sich mit dem Döggelchenvirus auf die verschiedensten Arten infizieren. Manchmal ist es genug, dass ein Mensch irgendwo in seinem Leben einer Dogge begegnet ist und sie streicheln durfte, oder sie vielleicht nur gesehen hat. Es ist sogar bekannt das sich Menschen infizierten die über Doggen gelesen haben. Als besonders gefährliche Lektüre wird da das Buch von Paul Eiper „Die gelbe Dogge Senta“ eingestuft. Dieses Buch gehört schon seit Jahrzehnten zum verbotenen Doggen Index und hat unzählige Menschen infiziert.
Bei Menschen die auf diese Weise infiziert wurden ist die Inkubationszeit meist ein bisschen länger. Der Virus vermehrt sich unbemerkt weiter im Wirt, bis dieser sich ertappt immer öfter über die Anschaffung einer Dogge nach zu denken und davon träumt eine zu besitzen. Letztendlich erliegt der Mensch seiner Infektion und ein Döggelchen kommt ins Haus.

Hat der Mensch Kinder zu Hause werden diese sofort, nachhaltig und unverantwortlich mitinfiziert. Kinder die mit Doggen aufwachsen sind lebenslänglich von der Infektion betroffen und werden auch im Erwachsenalter immer Doggen besitzen. Werden Kinder in die Beziehung Mensch-Dogge geboren wird der Virus von der Mutter direkt auf das ungeborene Kind übertragen. Man erkennt diese doggengeschädigten Babys daran, dass sie freudig quietschend mit ihrer Dogge auf einer Decke liegen und mit ihr um die Wette sabbern.

Manche Blitzinfektionen werden auch schlagartig akut indem, sagen wir mal ein Doggenwelpe hinter einem Autobahnklohäuschen lauert und sich dann dort von einem nichts ahnenden Menschen aufnehmen lässt.
Egal wie der Mensch infiziert wurde, der Krankheitsverlauf ist derselbe. Man kann ihn in drei Phasen unterteilen:

Erste Phase:
In der ersten Phase ist der Mensch noch recht arglos. Er ist in dem festen Glauben das er einen, wenn auch recht großen, aber sonst ganz normalen Hund besitzt. Die meisten Menschen die eine Dogge besitzen, haben schon eine weniger gefährliche Erstinfektion mit dem Hundevirus. Das heißt, sie haben wahrscheinlich schon andere Hunde vorher besessen. Zuerst stützen sich diese unschuldigen Menschen auf ihre vorherige Erfahrung mit Hunden, und versuchen ihr Döggelchen genauso zu erziehen wie sie es mit anderen Hunden tun würden.

Und dann machen Sie den ersten großen Fehler! Sie kaufen sich spezielle Lektüre über Doggenhaltung und Erziehung. Diese gefährliche Lektüre ist wie Wasser auf der Mühle für den Döggelchenvirus. Wird doch in ihr immer wieder dem Besitzer eingeschärft wie besonders seine Dogge ist, wie empfindlich, sensitiv und sanft. Es wird einem nachhaltig eingeimpft, dass man eine Dogge auf keinen Fall kränken darf und jeder Tadel und Missachtung ihr das Herz bricht. Dieses führt dazu das der Mensch ein verzücktes Lächeln um den Mund hat wenn das kleine Monsterdöggelchen des Menschen Lieblingsturnschuhe frisst und der Mensch ihm diese mit liebevollem Tadel: „ Aus, mein Schatz das Gummi bekommt dir doch nicht;“ entwendet. Und damit das kleine Döggelchen nicht beleidigt ist und einen bleibenden seelischen Schaden erleidet, wird der Tennisschuh sofort durch ein leckeres Schweineohr ersetzt.

Auch wird in dieser Lektüre auto-suggeriert das der natürliche Ruheplatz einer Dogge auf dem Sofa und im Bett ist. Die Lektüre ist überfüllt von Fotos von ach-so-süßen Doggen die königlich auf Sofas drapiert sind. Da man ja alles richtig machen will, wird dem Döggelchen sofort ein Platz auf dem Sofa und im Bett gemacht. Und da es ja da noch nicht alleine hoch kommt und man die so empfindlichen Knochen im Wachstum schonen möchte, wird es auch noch auf das Sofa gehoben. Das Döggelchen weiß instinktiv das sein Mensch jetzt den ersten Schritt seines Werdegangs als Doggenbesitzer gemacht hat. Jedes Mal wenn es der Ruhe bedarf stellt es sich vor dem Sofa auf und sieht den Mensch mit leidenden Augen an. Reagiert dieser nicht sofort kommt ein jämmerliches Winseln dazu, bis der Mensch gerannt kommt um sein Döggelchen aufs Sofa zu heben. Diese prompte Konditionierung wird auch sofort vom Döggelchen mit einem Kuss belohnt.


 
In den folgenden Wochen bemüht sich das Döggelchen eifrig seinen Menschen weiter zu erziehen. Da das Ziel der Dogge eine vollständige Symbiose mit dem Menschen ist, versucht sie den Menschen so oft wie möglich um sich zu haben und verfolgt ihn auf Schritt und Tritt. Oft zeigt das Döggelchen heftige Reaktionen auf jede Art der körperlichen Trennung von seinem Menschen. Der Mensch, der arme Tropf, fühlt sich auch noch geschmeichelt wie sehr ihn doch sein Doggenbaby braucht und gibt meistens klein bei indem er seine Lebensgewohnheiten so umstellt, dass das Döggelchen fast immer in seiner Nähe ist. Unwillkürlich floriert der Döggelchenvirus auf so reichem Nährboden. Typische Syndrome für die Vermehrung des Virus sind die Folgenden:

·       Der Mensch ist fast nie ohne sein Döggelchen zusehen.
·       Jedes Gespräch mit diesem Menschen führt unweigerlich zum Thema „Doggen“.
·       Der Mensch fängt an den Tag in Doggeneinheiten zu messen, Fresszeit, Spaziergang, Spiel- und Ruhezeit und arrangiert seine anderen Verpflichtungen um diesen Stundenplan herum, sodass das sensitive seelische Gleichgewicht seines Döggelchens nicht gestört wird.
·      Verwandte und Freunde versuchen verzweifelt Zugang zu dem Menschen zu bekommen und finden heraus, dass sie nur noch seine Aufmerksamkeit erregen wenn sie ihn fragen wie es seinem Döggelchen geht.
·       Alle Kinderfotos die der Mensch vielleicht in seinem Geldbeutel hat werden durch Doggenfotos ersetzt. Das schönste Portrait der Dogge bekommt einen Ehrenplatz auf dem Nachttisch des Menschen. Des Menschen Computer hat nur noch ein Bild des Döggelchen als Hintergrund und der Mensch fängt an mit wildfremden Leuten denen er begegnet über die Vorteile als Döggelchenbesitzer zu diskutieren.
·      Der Mensch kann von dem Thema Doggen nicht genug bekommen, denn so mehr er sich damit beschäftigt desto mehr möchte er nichts anderes mehr tun. Da sein bisheriges soziales Umfeld meist nichts mit Doggen zu tun hat und wahrscheinlich schon sehr von dem veränderten Verhalten des Menschen genervt ist, sucht der sich jetzt unverstanden gefühlte Mensch nach Gleichgesinnten.

Und so tritt die Infektion ganz unbemerkt die zweite Phase.

Zweite Phase:
In dieser Phase fängt der Mensch an intensiv zu recherchieren. Immer mehr Doggenlektüre wird gekauft, die Webseiten anderer Doggenbesitzer werden durchwühlt, und letztendlich tritt der jetzt schon stark infizierte Mensch in einen Doggenklub ein.

Unter dem Vorwand das Döggelchen artgerecht zu erziehen, denn „wer möchte den schon so einen Riesenhund der nicht gehorcht“, macht sich der Döggelchenbesitzer im Dienste der Menschheit auf einen Doggenklub in seiner Umgebung zu finden. Endlich fühlt er sich zu Hause. Anfangs trifft er sich nur einmal die Woche mit anderen Doggenbesitzern um sich nach Lust und Laune im Thema Dogge zu suhlen.

Aber dieses Stadium ist eines der Gefährlichsten, da auch das Döggelchen jetzt Kontakt zu seinen Artgenossen hat. Diese erfahrenen Menschentrainer bringen dem Doggenbaby jetzt alles bei was es wissen muss für die Erziehung seines Menschen. Auch hat die hier geballte Existenz des Döggelchenvirus weitere schwerwiegende Folgen für unseren Menschen. Die meisten Doggenklubs werden frequentiert und geleitet von Menschen die sich schon in der dritten Phase, dem Endstadium dieser Infektion befinden. Daher wird jetzt unser Mensch angehalten und animiert neuen Nährboden für seinen Virus zu generieren.

Nach dem allgemeinen Training üblich in solchen Gruppen, in denen der Mensch lernt Schritt zu halten mit seinem Döggelchen, werden auch Agilityübungen abgehalten. Diese werden durchgeführt um dem Döggelchen zu helfen die Hindernisse und Schikanen des menschlichen Haushalts zu überwinden. Hat der nichts denkende Mensch zum Beispiel seine Lieblingskekse außer Reichweite des Döggelchens auf den Küchenschrank gestellt, wird im Agility geübt wie das Döggelchen auf einen Tisch springen kann.

Dieses wird dann auch prompt von dem cleveren Döggelchen im Haushalt umgesetzt um doch noch an die Kekse zu kommen.

Auch wird oft bei diesen Übungsstunden ein Ringtraining angesetzt. Dort lernt das Döggelchen sich vorteilhaft im Ausstellungsring zu präsentieren. Dieses hat zwei Nutzen für die Dogge. Der erste ist, das der eitle Doggenbesitzer jetzt meint er müsse mit dem Döggelchen Ausstellungen besuchen. Was wieder herum die Vermehrung des Virus begünstigt, da zwar in einer Übungsstunde die geballte Kraft von 7 – 12 Doggen sich vereint, aber bei einer Ausstellung bis zu über 100 Doggen zusammen kommen. Was ein wahrhaft katalytischer Event für den Döggelchenvirus ist. Wehe den unschuldigen uninfizierten Menschen die sich in eine solche Doggenschau verirren. Zweitens kommt das Döggelchen jetzt endlich weiter herum. Der arme Mensch fährt jetzt, Sklave seines Döggelchens, fast jedes Wochenende stundenlang in andere Städte zu Ausstellungen bei denen sich das Döggelchen in Länge mit seinen Artgenossen über die internationale Strategie den Virus möglichst weltweit zu verbreiten beraten kann.


Zusätzlich werden dem armen Menschen Seminare und Lehrgänge empfohlen in denen er lernt die Sprache seines Döggelchens besser zu verstehen. Es kann recht mühselig sein für ein Döggelchen seinen Menschen zu erziehen und die Lehrgänge helfen dem Döggelchen sehr die sonst etwas sturen und schwerfälligen Menschen zu seinen Bedürfnissen zu sensibilisieren. Es ist doch immer schön zu sehen, wenn ein Döggelchenbesitzer es gemeistert hat seinem Döggelchen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Über die Übungsstunden hinaus werden Treffen, Ausflüge und Ferien in der Gruppe gefördert um auch den Menschen den letzten Rest Döggelchen-freie-Zeit abzugewöhnen. Wenn das Anfangs noch etwas zögernd geht, ist alsbald der Doggenbesitzer voll in die Gruppe integriert. Er nimmt brav an jedem Treffen teil und beteiligt sich auch in Webforen, schreibt für die örtliche Klubzeitung und zum Schluss organisiert er auch noch die Treffen selber.

Der Virus hat jetzt seine volle Ansteckungskraft erreicht. Der Döggelchenbesitzer fängt an seine Familie und Freunde zu infizieren. Da wird aus einer Dogge, ein verwöhntes Enkeldöggelchen, Freunde werden Paten des Döggelchen, Familienalben werden nur noch mit Döggelchenfotos gefüllt. Arme kranke Kinder bezeichnen die Dogge als ihr Geschwisterdöggelchen und Nachbarn möchten sich auch so schnell wie möglich ein Döggelchen anschaffen.

Unbewusst hilft der Döggelchenbesitzer dem Döggelchen den Virus zu verbreiten. Aber um zur Phase 3 zu gelangen müssen wir noch einen Schritt weiter gehen.

Dritte Phase/Endstadium:
Im Endstadium der Infektion ist die Symbiose zwischen Mensch und Döggelchen gänzlich vollzogen. Der Wille des Döggelchens ist jetzt auch der Wille des Menschen. Eine Trennung der Beiden ist lebensbedrohlich für beide Partien und sollte sie dennoch durch widrige Umstände erfolgen, muss für den zurückgeblieben Teil der Symbiose sofort ein neuer Partner gefunden werden. Oft bekommt das Döggelchen in diesem Stadium der Infektion Hilfe von einem zweiten Döggelchen im Haus. Und das neue Döggelchen teamfähig wie es ist, baut nahtlos auf der Vorarbeit des anderen Döggelchen auf.


Der Mensch beginnt dem Döggelchenvirus aktiv und wissentlich bei dessen Verbreitung zu helfen. Oft fängt dieses recht harmlos mit der Erstellung einer Webseite an. Der Mensch reiht sich in die Tätigkeit der Öffentlichkeitsarbeit ein und übernimmt seinen Part in der Verteilung des Virus in dem er viele süße Bilder seiner Döggelchen postet und lustige Berichte online stellt. Grundsätzlich wird jedem Besucher der Webseite klar was er an Lebensfreude und Glück verpasst, sollte er kein Döggelchen sein Eigen nennen.

Schnell macht sich diese Webseite selbstständig und der frequentiere Aufruf dieser verpflichtet den Urheber zu immer neuen Beiträgen, Aktualisierungen und Erweiterungen. Aber anstatt darüber entsetzt zu sein, wird der Urheber beflügelt und gründet einen eigenen Doggenklub. Jetzt ist er bemüht für immer mehr Mitglieder zu werben, die ihn bei seinen wichtigen Aufgaben, wie einer Klubzeitung, Treffen, Ausflügen, Ferien, und anderen Öffentlichkeitsarbeiten unterstützen. Tatsächlich finden sich genug andere Döggelchenbesitzer im Endstadium um den Gründer dieses Klubs zu unterstützen und dessen Einflussbereich zu erweitern.

Da gibt es Leute die einen Döggelchenrettung betreiben um menschenlosen Döggelchen eine neue Symbiose zu ermöglichen und um einem ahnungslosen Menschen bei der Transformation zu einem glücklichen Doggenmenschen zu helfen. Andere Leute machen DaneDancing um möglichst viele Menschen gleichzeitig dem Virus auszusetzen.

Aber am gefährlichsten ist eine Familie in Bern die eine Döggelchen Ranch besitzen. Diese laden doch tatsächlich auf ihrer Webseite unschuldige Kinder zu einem Sommerferiencamp ein. Die Kinder werden dort tagelang systematisch 4 – 5 Döggelchen ausgeliefert und werden in einer kontrollierten Umgebung nachhaltig fürs Leben infiziert.

Schlussendlich ist der Mensch komplett verdöggelt und hat das Bedürfnis dem Döggelchen selber die Vermehrung zu ermöglichen. Er wird Züchter und schließt sich der weltweiten Verschwörung der Döggelchenzuchtverbände an. Diese Zuchtverbände haben die gesamte Weltpolitik infiltriert und planen insgeheim  bei 2030 genug Döggelchen zu züchten, das jedes neugeborene Menschenkind auf der Welt mit dem Erhalt einer Geburtsurkunde auch ein Döggelchen bekommt um die Symbiose natürlicher und vor allem selbstverständlicher für die Döggelchen zu gestalten.

P.S.
PSSST!!! Ich schreibe dies im Geheimen an meinem Arbeitsplatz, sodass meine Döggelchen nichts davon mitbekommen. Ich muss mich beeilen, dauernd laufen weiße Döggelchen über meinen Bildschirm die versuchen mich an der Veröffentlichung ihrer Geheimnisse zu hindern. Dies ist meine letzte zurechnungsfähige Handlung bevor ich mich dem Virus ganz ergeben muss. Ich hoffe dieser Artikel erreicht noch ein paar infizierte Menschen im heilbaren Stadium. Ich möchte meine Familie und Freunde wissen lassen, dass ich mich in mein Schicksal gefügt habe und mich abgeklärt in das Endstadium meiner Krankheit stürze sobald ich nach Hause komme.


Dienstag, 5. Juni 2012

Verregnete Sonntagskekse


Was ist schlimmer als morgens mit einer vollen Blase vor einer geschlossenen Tür zu stehen? Durch dieselbe als Erste zu eilen und eine volle Ladung Regen abzubekommen, sobald man auch nur die Nase aus dem Scheunentor schiebt. Es grenzt wirklich an Tierquälerei dann noch gegen seinen Willen in den ekligen nassen Garten geführt zu werden um das Notwendige zu verrichten. Meine Leidensgenossen Luca und Sophie schauen mich verdrießlich an und verdrücken sich ihrerseits in die Büsche.
Nur einer hat mal wieder überhaupt keine Probleme mit der morgendlichen kalten Dusche, Mamas Sonnenscheinchen Leo rennt übermütig durch die Soße und versucht auch noch uns mit seinen Zoomis anzustecken. Was ihr wisst nicht was Zoomis sind? Also Zoomis sind die tollen Rennanfälle die doggentypisch aus heiterem Himmel erfolgen, und in denen wir alles über den Haufen rennen ohne Rücksicht auf Verluste. Also zurück zum Thema, dieser gelbe Dussel meint doch tatsächlich ich würde mich herablassen und meine doggentypische Abneigung zu Regen überwinden, nur um mit ihm durch den Garten zu preschen. Luca hat mir versichert jede anständige Dogge die etwas auf sich hält geht nur unter Duress in den Regen, und lässt jeden wissen das Regen mit der Würde einer Deutschen Dogge einfach nicht zu vereinbaren ist. Also übe ich mich brav im Nase rümpfen und strafe Leo mit einem verachtenden Blick…und da, was ist das denn? Nein! Meine Beine zucken und verselbstständigen sich und bevor ich sie stoppen kann rennen sie volle Kanne Leo hinterher. Yipeee! Ich kann Rasen surfen….kurze Vollbremsung, einmal im Sprung gedreht und dann wieder lossssss.

Als die Zoomis wieder abgeklungen sind werden wir eingesammelt zum Frühstücken. Frühstück ist wirklich etwas Feines, und das Beste daran ist, es passiert jeden Morgen. Ein Vorwurfsvoller Blick trifft mich beim trocken rubbeln in der Scheune. Luca bemüht sich schon seit Jahren einen anständigen Doggenrüden aus dem gelben Clown zu machen und es verdrießt ihn sehr so wenig Fortschritt gemacht zu haben. Geehrte Geschworene, was kann ich sagen? Ich bin eben noch eine Teenager Dogge und leicht beeinflussbar? Luca straft mich mal wieder mit hochnäsiger Nichtachtung während mir Leo vergnüglich zu blinzelt. Ich glaube der blonde Dussel ist gar nicht so dusselig wie er immer tut, einer seiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen ist es unseren großen ollen Schwarzen auf die Palme zu bringen.
Jetzt zum wichtigen Teil Frühstück. Also wie ich schon sagte, Frühstück ist ja die wichtigste Mahlzeit überhaupt, mindestens genauso wichtig wie die Mit-morgen-Leckerchen, die Auf-dem-Spaziergang-Leckerchen, die mir-ist-langweilig-Nachmittagsbanane, und natürlich das wirklich-ich-bin-am-verhungern Abendessen, gefolgt von Wie-wars-das?-Wo-ist-mein-Nachtisch-Schweineohr, und dem ich-kann-unmöglich-schlafen-gehen-Gute-Nacht-Leckerchen. Beim Frühstück bekommen wir jeder zuerst mal einen dicken Ochsenbrustknochen, unm demnn ischmalerscht Ruh, demsch misch vollm Schnauzm kanschmansch so schlesch schwetze…

Aber damit ist es ja nicht genug, habe ich schon erwähnt das Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit ist? Wir bestehen auf doggentypische gesunde Ernährung und da ist es unabkömmlich das uns unsere Mami noch jedem ein dickes Leberwurstbrot schmiert. Luca achtet genau darauf dass die Leberwurstschicht jedes Brots die 0,5 cm nicht unterschreitet. Sollten wir ungeduldig werden, oder gar ein Brot mit einer dünneren Leberwurstschicht als die von seiner Qualitätskontrolle standardisiert, protokolliert und kontrolliert, auch nur denken zu akzeptieren, wird er ungehalten. Also Klappe halten, sitzen, warten bis Luca die Qualitätskontrolle gemacht hat, ein guter Indikator das wir bald unser Brot bekommen sind dann die Sabberfäden von Luca die mit einem lauten Klatsch auf den Fliesen aufschlagen.

Sonntags ist meistens unser Doggentag, das heißt Mami muss nicht arbeiten und oft sind wir lange unterwegs und machen irgendwo die Gegend unsicher. Aber heute nach dem Frühstück haben wir erst mal ein Nickerchen auf der Couch gemacht, denn Luca hat Mami davon überzeugt das wir in den heutigen sintflutartigen Regenfällen mit absoluter Sicherheit in der nächsten Pfütze einen grausamen Ertrinkungstod erleiden werden, und das nasse Pfoten sich mit seiner heutigen seelischen Verfassung, zu seinem größten Bedauern, einfach nicht vereinbaren lassen.
Ein paar Stunden später…Luca ist doof, Sophie ist doof, Leo ist doof, die Couch ist doof, der Teppich auch, der Kong ist doof, das Ballspieli ist doof, mein Kuschelhund ist doof, der Regen ist doof, die Katzen sind doof, Papi ist doof, die Mami ist doof…..menno mir ist soooooooo langweilig…..seufz….
Ich rapple mich auf um Mami mein Leid zu klagen, vielleicht hat sie ja Sympathie mit einer völlig unterforderten Teenager Dogge und ich kann sie dazu überreden heute meinen Bootsführerschein zu machen. Aber als ich in der Küche eintreffe steckt Mamis Nase im Kühlschrank. Sehr interessant! Vielleicht ist es ja Zeit für meine mir-ist-langweilig-Nachmittagsbanane. Und JA, sie holt die Bananen aus dem Fach, ich setze mich schon mal in Stellung im perfekten Vorsitz und mache den immer erwünschten Augenkontakt und, WAAAS? Sie ist einfach an mir vorbei gelaufen und hat die Bananen auf der Arbeitsplatte platziert. Das geht so gar nicht! Man kann nicht eine arme verlassene Notdogge auf Bananen konditionieren und gemeinerweise verlangen das sie sich dafür mit irgendwelchen hirnlosen Übungen quält um einen dieser wirklich göttlichen Bananenstücke zu verdienen, nein, nachdem sich dieses besagte arme verlassene und tieftraurige Notdoggenkind sich auch noch aus akuter Hungersnot selbst anbietet, wird diese arme bedauernswerte sabberende Kreatur einfach ignoriert. Na, warte bis du mal wieder Barfuß läufst Mami, deine Zehen werden büßen, jawohl.

Auf das äußerste beleidigt ziehe ich mich unter meinem Küchentisch zurück und beobachte das Geschehen. Mami trägt allerlei Leckereien zusammen, natürlich nur um mich zu quälen. Zu den Bananen gesellen sich Karotten, Äpfel, Schweineschmalz und auch nein, nicht das auch noch, Leberwurst…seufz.
Sie raspelt, knetet und rührt, hmmm das riecht immer besser. Ich glaube ich muss nun doch mal inspizieren was die da so macht. Vorsichtig schleich ich mich von hinten an. Normalerweise wenn Mami kocht werden wir aus der Küche verbannt, weil wir immer solche Schlunzspuren auf dem frisch geschnittenen Gemüse hinterlassen. Huch, ich schwöre die hat Augen hinten im Kopf, jetzt hat sie mich entdeckt. Ich lasse vorsichtshalber mal die Ohren hängen und gebe ihr meinen ich-wäre-ja-nie-hierein-gekommen-wenn-nicht-schon-fast-verhungert Blick und gehe ein paar Schritte zurück. Was? Hat sie mich wirklich ran gewinkt? Nicht ausversehen ein da-ist-eine-fliege-wedeln, sondern wirklich ein komm-her-winken? Egal, ich ergreife die Chance und presche vor um diesen tollen Geruch tiefer in die Nase zu bekommen. Oh, mein Gott sie hält mir die Schüssel hin und ich darf mal dran lecken. Ist zwar eine komisch braune Pampe da drin, aber egal sie schmeckt einfach himmlisch.
Mami bewegt unentwegt ihre Lippen, aber meine Nase ist vertieft in der Schüssel und es ist es mir total egal was sie da brabbelt.

Mami macht schon seltsame Dinge, aus dem tollen klebrigen braunen Zeug formt sie kleine Bällchen und legt sie auf so ein Blech. Hmm, warum bloß? Ich hätte das Zeug auch so direkt aus der Schüssel verputzt.
Ich habe wohl zu laut geschmatzt, Menno jetzt kommt Luca und fordert eine Qualitätskontrolle an und ich muss das Feld räumen.

Dieser olle Brummbär ist soooo pingelig und immer auf Etikette bedacht. Er hat natürlich sofort geblickt das Mami Hundekekse macht und hat mir das vorabteigessen strengstens untersagt. Um sicher zu machen dass ich nicht wieder gegen seine Hausordnung verstoße hat er Stellung neben dem Ofen bezogen und mich wieder unter den Küchentisch delegiert. Menno, nichts darf man hier.

Nach endlosen kriechenden Minuten die ich damit verbracht habe leise vor mich hinzu sabbern, öffnet sich endlich die Ofentür und jawohl es ist vollbracht. Die Kekse sind fertig! Ein Freudentanz unter dem Tisch bringt mir eine kurze Rüge von Mami ein (sie hasst es wenn ich jedes Mal alles zum wackeln bringe und mal wieder ihr Wasserglas umkippe), aber ich bin nicht mehr zu halten und zoome ins Wohnzimmer um Sophie und Leo zu wecken, Kekse, Kekse, KEKSE!!!

Der gelbe Dussel ist fassungslos vor Glück über meine frohe Botschaft, es kann aber auch sein das er so dumm guckt weil ich ihn in meinem Keksrausch gerade kurz davor über den Haufen gerannt habe. Aber egal, Hauptsache Kekse.
Mensch der Schwarze ist wirklich lästig. Schon wieder fordert er das Recht der Qualitätskontrolle. Kann ich einmal irgendwas in meiner Schnauze haben, in das er seinen dicken Rüssel noch nicht gesteckt hat? Schmoll….
Hoffentlich beeilt der sich mal, andere haben auch Hunger. Aber nein dieser „Gentleman“ der alten Schule riecht erst delikat an dem Keks, dann nimmt er es vorsichtig aus Mamis Hand und vergisst dabei nicht sie huldvoll anzusehen (Schleimer). Dann nimmt er den Keks in die Schnauze und lässt ihn da eine Sekunde genießerisch liegen während er die verschiedenen Geschmacknuancen analysiert. Erst dann beißt er genüsslich in den Keks.

Gebannt starre ich auf seine Schnauze. Wird er sabbern? Und wenn ja wie viel? Luca hat ein ausgetüfteltes Wertungssystem. Je länger die Sabberfäden, desto besser die Speise. Wir wissen das natürlich alle und warten gespannt auf sein Urteil.

Wow! Die 10, er schlägt Sabberblasen, er hat den Keksen die 10 gegeben! Jetzt kann uns nichts mehr halten. Leo kriegt den nächsten Keks und mampft ihn gewohnter und geübter Schlingmethodik herunter um seine Schnauze für Nachschub zu leeren.

Endlich komme ich auch in den Genuss. Mami hat die Nachmittagsbanane transformiert und eine ganz Schüssel Kekse gemacht, hach dafür kriegt sie von mir eine high-five.

Wer sich jetzt noch das Verregnete Sonntagskekserezept notieren möchte, der hole sich einen Zettel und etwas zum Schreiben:
1 geriebener Apfel
1 geriebene Möhre
1 zerdrückte Banane
3 ganze Eier
125g Apfelkraut
100g Schweineschmalz
125g Margarine
125g Leberwurst
1 Teelöffel Salz
350g Roggenmehl
200g Haferflocken
100g Kokusnusflocken
1Pkg Backpulver

Alle nassen Zutaten zusammen mischen dann die trockenen einarbeiten alles gut durchkneten. Etwas im Kühlschrank kühlen so 30 Minuten. Dann kleine Bällchen vom Teig formen und ein wenig flach druecken. Auf ein Blech mit Backpapier legen und im Ofen bei ca. 160 Grad 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und dann guten Appetit. Über eine unabhängige Sabberbewertung würden wir uns freuen (bitte mit Bild).

Eure Lilly