Samstag, 20. Oktober 2012

Der Hasi ist tot – Es lebe der Hasi!



Eroghorghzn’PjgnfbgherpIenBGGJHPTEHTHJOJKtghtjhPohetohkjothjbrotgpjergth[pwhptojhptjihwrtbhotgypnhjtonpterkoy…ups das tippen iss ja garnich so einfach.

Hallo? Huhu! Jemand da? Hier iss Leo! Ihr wisst schon, Mamis Sonnenschein? Der ganz süsse kleine gelbe Leo? Hier iss niemand außer mir. Der dicke Luca pennt und die weiße Zicke auch. Und jetzt hab ich meine Mami ganz für mich alleine. Und die muss mich ganz fest trösten. Denn ich bin gaaaanz gaaaaaanz traurig. Jawohl, furchtbar traurig, denn die wilde Lilly hat mein Lieblingsspielzeug put gemacht. Ganz put. Jetzt iss ne ganz dicke Wolke über Mamis Sonnenschein und es wird ganz doll regnen.


Die iss so gemein, die hat gaaanz gaaanz viele Spielzeuge und die darf ich nie haben, und jetzt hat sie sich meins auch noch genommen und put gemacht.
Nur weil ich die kleinste Dogge bin krieg ich nur was ab wenn Mami und Papi aufpassen. Normalerweise tu ich immer so als würde mir das garnix ausmachen, aber diesmal hat sie meine Reizangel put gemacht. Damit habe ich immer soviel mit Mami und Papi getobt. Es gibt einfach nix Tolleres als das Hasenfell zu jagen. Und ich war immer so vorsichtig damit und hab immer gleich meinen Hasi wieder ausgespuckt wenn ich ihn erwischt hab. Dann kann er nämlich gleich wieder fliegen und ich kann ihn wieder fangen. Aber das Zickentier iss immer so eifersüchtig weil sie viel zu langsam für meinen Hasi ist. Und darum wartet sie immer bis ich das Hasi gefangen hab und nimmt es mir dann ab.

video


Dann hat sich dieser weiße Hai hat sich mein Hasi geschnappt und hat es ganz toll geschüttelt und dann tot gemacht. Die hat da so fest dran gezerrt das dem Papi die Angel in der Hand abgebrochen iss. Und dann und dann war Schluss mit meinem Hasi...schluchz


Wenn der weiße Hai zu schlägt operiert die Mami meistens die Opfer bis die wieder heile sind, aber das Holz der Angel iss hin sagt der Papi. Mami sagt das war sowieso nich so doggengeeignet. Aber Mami ich bin doch auch ne Dogge und mein Hasi war immer toll für mich?

Mami hat versucht mich zu trösten und wollte mit mir Ball spielen, aber ich habe Wache neben meinem toten Hasi gehalten. Wenn ich nicht Hasi spielen kann, will ich garnich spielen.

Ich glaub da war Mami ganz traurig für mich. Aber sie wär nich meine Mami wenn ihr nicht was einfallen würde. Wir ham gewartet bis die beiden Großen sich verkrümmelt haben und dann haben wir Mamis Schatztruhe geplündert. Da hat Mami ganz viel komisch weiches Zeug drin. Meistens macht sie aus den Dingsda mit Nadeln was das dann die anderen über ihre Pfoten ziehn und ganz doll warm finden.

Nur diesmal hat sie ganz was anderes gemacht. Sie hat Lillys alten Kong genommen. Was will die denn mit dem alten Stinkeding? Und dann noch so komisch riechendes Plastikzeug. Und das hat sie dann um den Kong gewickelt und fest gemacht. Was soll ich denn damit? Das riecht überhaupt nich nach Hasi. Doch dann kam was ganz ganz Tolles! Sie hatte ein super duper großes Hasifell und ganz weiß und ganz doll kuschelig. Und das hat sie dann um das Kongdingsda genäht. Und dann hat sie noch dem neuen Hasi ganz viele Lederbändchen umgebunden. Juchhu! Ich hab ein ganz großes weißes kuschliges Hasi!


Aber kann das Hasi auch fliegen? Mami hat dem Hasi eine Leine umgelegt und dann die Leine an einen alten Besenstiel gebunden. Oh, ich habe eine neue Angel. Mami hat mich und den Papi gleich zum Ausprobieren in den Garten geschickt. Natürlich iss der weiße Hai wieder aufgewacht und wollte mit. Ich hatte schon Angst um mein neues Hasi, aber Mami sagt das ist jetzt Zickensicher.




Jetzt hab ich ein ganz neues ganz großes tolles Hasi mit Zickenversicherung! Und Mami ist auch ganz happy, weil jetzt bin ich wieder ihr kleiner gelber Sonnenschein.

Montag, 17. September 2012

Der Couch Designer oder Schnee von Gestern

 


Hier ist ja schon wieder seit fast zwei Monate absolute Flaute angesagt. Es ist an der Zeit das ich den Blog in meine mehr als kompetenten Pfoten nehme. Mit großer Beschämung muss ich gestehen dass unsere Mami seit 8 Wochen fremdschreibt. Ja ich weiß, es ist wirklich eine große Schande. Frauen können so fickel sein. Da lernt Mami den Dogtari und den Bruno kennen und was passiert? Sie kommt überhaupt nicht mehr dazu unsere literarisch wertvollen Geschichten zu schreiben. Und wisst ihr was sie für den Bruno schreibt? Cartoons! Hach, wie konnte sie nur so tief sinken? Was habe ich bloß falsch gemacht? Ich bin immer für sie da wenn sie knutschen will, halte sie abends auf der Couch warm und futtere sogar die Reste von ihrem Abendessen vom Teller wenn sie satt ist. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wie kann sie nur so ein edles Wesen wie mich über eine blaue Cartoon Dogge vernachlässigen? Der Schmerz sitzt tief.

Sie und diese treulose weiße Zicke namens Lilly sitzen ständig zusammen und schreiben irgendwelche Sachen über die sie sich dann auch noch köstlich amüsieren. Und der gelbe Dussel hat so wenig Ansprüche, solange der bei der Mami liegen darf ist dem total wurscht was sie tippt. Die haben alle null Contenance und genauso wenig Klasse. Kein Fünkchen Ehre in der Brust. Da werde ich wohl jetzt alleine hier die Fahne hochhalten müssen.

Da kriegen wir schon einen tollen neuen Blogaward, und die haben noch nicht mal Zeit den hier zu posten. Es ist wirklich zum Heulen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für den tollen Award an die Wauzelwelt (Ralph & Silke und die tollen Landseer Mona & Holmes). Ich werde dann noch in Ruhe suchen wem ich diesen weitergeben möchte.

Wer jetzt glaubt Fremdschreiben wäre Mamis einzige Charakterschwäche den muss ich bitter enttäuschen. Ich gestehe es wirklich äußert ungern, ich versprecht mir doch das das jetzt unter uns bleibt, ja? Aber es belastet mich schon mein ganzes Leben und bereitet mir täglich Verdruss. Ich habe schon vergeblich mehrmals versucht Mami eines Besseren zu belehren, aber leider ohne jegliche Wirkung, oder merkliche Verbesserung. Also Mami ist..., ich kann es kaum aussprechen, aber Mami ist wirklich eine miserable Coucheinkäuferin. Da es ist raus. Endlich kann ich es mir von der Seele schreiben.

Die Couch ist wirklich das Kernstück eines jeden Doggenlebens. Man kann fast sagen ohne Couch ist eine Dogge keine Dogge. Obwohl wir ja immer eine Couch zur Verfügung hatten seit dem ich bei Mami wohne, muss ich leider gestehen das es immer sehr mindere Ware war. Irgendwie schafft sie es nicht ein einziges Mal eine gescheite Couch zu kaufen.

Als ich ein Baby war hatten wir so ein uraltes Stück, das Mami von Irgendjemand geerbt hatte. Das Ding hatte schon Decken drüber als ich kam. Es war zwar leidlich weich, aber die Kissen verrutschten immer und ganz ehrlich gesagt so toll gerochen hat das auch nicht. Sobald ich alt genug war, wurde mir meine Aufgabe und Pflicht bewusst, ich musste unsere Familie von diesem Ungetüm befreien.

Also wartete ich bis ich den Feind heldenhaft im Alleingang bekämpfen konnte. Das Gefecht wurde heftig und erbittert über mehrere Stunden erstritten. Immer wieder schlug ich meine gewaltigen Zähne in das miese Stück und benutzte meine schlagkräftigen Krallen um dem Gegner tiefe Wunden in die Seite zu schlagen. Auch die Kissen wurden nicht verschont, kurzerhand ausweidete ich diese Auswüchse des Grauens. Nach dem langanhaltenden Kampf und nahe der Äußersten Erschöpfung gelang es mir endlich aus dem Hinterhalt das Ungetüm den Todesstoß zu versetzen. Ihr werdet es kaum glauben, aber mit gelang mit einmaliger Genialität meinerseits den Holzrahmen so zu zerbeißen das er endlich besiegt zusammenbrach.

Mit letzter Kraft gelang es mir noch mich auf die Überreste meines Gegners zu schleppen sodass es ihm unmöglich war sich wieder zu erheben und dann übermannte mich ein todesähnlicher Schlaf. Jäh wurde ich Orpheus’ Welt entrissen als ein gellendes Gekreische mich aufschreckte. Vor mir stand die jüngste meiner Hautschwestern die wohl befürchtete ich sei dem schrecklichen Kampf erlegen. Schnell versuchte ich ihr zu versichern das ich zwar müde, aber dennoch heil das Gefecht überstanden hatte, als sie schon los sprintete um unsere Mami zu holen.

Niemals war ein Held mehr missverstanden. Dankte mir meine Familie für meine heldenhaften Taten sie von diesem stinkenden Monstrum befreit zu haben? Mitnichten, ich glaube es war eines der meist enttäuschenden Erlebnissen meiner zarten Kindheit. Ich der beste, treuste und liebste Hund von allen wurde der Sabotage bezichtigt. Sie haben mich sogar einen bösen Hund benannt, mich beschimpft und tatsächlich in mein noch nie benutztes Körbchen verwiesen. Bisher hatte ich das noch nie verstanden, aber Undank ist wirklich der Welt Lohn. In meinem einsamen Elend musste ich zusehen wie sie die Stücke meines Gegners entsorgten ohne mir auch einen Moment des Triumpfs zu gönnen. Abends als die Familie versammelt auf dem Teppich Platz nahm um Fernsehen zu schauen musste ich alleine auf meinem dicken Kissen im Körbchen schlafen. Meine einzige Hoffnung war das sie später mein Opfer verstehen und würdigen würden, spätestens dann wenn ein neues schönes Sofa Einzug hielte.



Habe ich schon erwähnt dass meine Mami die weltschlechteste Coucheinkäuferin ist? Vor Allem hat sie wirklich keine Ahnung von Doggen und ihre Beziehung zu Couchen. Wer jetzt glaubt diese Geschichte hätte ein Happy Ending täuscht sich gewaltig. Meine Mami stufte mich nach dieser Episode doch tatsächlich als unzuverlässig ein. Sie meinte es hätte überhaupt keinen Sinn eine schöne Couch zu kaufen so lange ich in dieser Sturm und Drang Phase sei und mein Zerstörungswut diese Ausmaße erreiche. Konnte je ein Mensch fehlgeleiteter als sie sein? Ich hatte kaum etwas zerstört vorher, OK vielleicht den ein oder anderen frechen Schuh, aber wirklich nichts Nennenswertes. Also was macht sie? Ja genau, ihr habt es erfasst. Sie ersetzte das Couchungeheuer einfach mit einer anderen gebrauchten Couch. Das Ding war noch hässlicher und unbequemer. Sollte ich denn mein ganzes Leben mit diesen Auswüchsen der Hölle fristen müssen?

So beschloss ich mein Leben dem Kampf gegen hässliche und unbequeme Couchen zu widmen. Sogar gegen den ausdrücklichen Wunsch meiner Mami. Ich tue sonst alles für sie, aber in diesem Punkt kann ich einfach nicht über meinen Schatten springen. Es kam wie es musste, in den folgenden Jahren musste ich achtmal einschreiten und die Familie eines alten Sofas entledigen. Jedes Mal wurde mein Begehren missverstanden, aber Menschen sind ja im Allgemeinen etwas begriffsstutzig. Natürlich lehrte ich auch den gelben Dussel und die weiße Zicke wie man unliebsame Couchen los wird und Gott sei Dank waren sie in einigen heftigen Gefechten entscheidende Hilfen in der Vernichtung des Feindes. Mami ist seit dem schon mehrmals in den Genuss von Innenschnee gekommen.

Dann stand der Umzug ins neue Haus an, und endlich ich hörte die erlösende Nachricht: „Wir kaufen eine nagelneue Couch.“ Freudig wälzte ich mit der Familie Kataloge und hörte allen aufmerksam zu wenn sie darüber sprachen was sie wohl kaufen möchten. Leider durfte ich mal wieder nicht mit als sie endlich das Ding kauften, sonst wäre das bestimmt nicht so passiert. Warum dürfen eigentlich in Möbelläden keine Doggen Probe liegen? Schließlich sind es doch wir die tagtäglich auf dem Ding liegen müssen.

Mami ging tatsächlich zu Ikea und kaufte eine Couch. Kann es schlimmer kommen? Wieder so ein dummes Ding aus Stoff mit rutschenden Kissen und einer mangelhaften Federung. Wie kommt es nur das sie überhaupt kein Sinn für Qualität hat? Wie kommt sie darauf dass auf dieser Couch drei ausgewachsene Doggen bequem schlafen können?




Ganz zu schweigen von den restlichen Mitgliedern der Familie. In drei Jahren haben wir es noch nicht ein einziges Mal geschafft alle gleichzeitig bequem auf der Couch zu liegen. In Anbetracht das Mami diesmal wirklich eine neue Couch gekauft hatte, habe ich mich jetzt drei Jahre damit zufrieden gegeben. Aber das Ding wird immer unbequemer und ist einfach unserem beachtlichen Gewicht und Größe nicht gewachsen.


So beschloss ich es langsam und mit Genuss stückchenweise über den Jordan zu befördern. Wir fingen in den letzten Tagen bei den Rückenkissen an. Das hat den Vorteil dass es jetzt mehr Liegefläche gibt. Ein Rückenkissen habe ich Mami noch gelassen. Aber die Tage dieses hässlichen Dings sind gezählt.


Vorsorglich habe ich schon mal einen Katalog von Chesterfieldsofas im Internet bestellt. Auf meine alten Tage werde ich hier nichts mehr dem Zufall überlassen. Mein nächstes Sofa wird mein Traumsofa, oder so Gnade ihm Gott.


Euer Euch ergebener Luca

Samstag, 21. Juli 2012

Samstagsabendfernsehen oder was der Rütter da so macht…..


Samstag ist grundsätzlich unser Großkampftag, da muss die große Hundehütte geputzt werden (das heißt Mami und Papi putzen die Wohnung und wir verteilen wieder die Hundehaare und unsere Spielzeuge, sonst siehts gleich so sauber und ungemütlich aus). Meistens gucken wir das uns in Ruhe von der Couch an. Nur Luca der Schleimer steht auf Schritt und Tritt hinter Mami, falls sie urplötzlich das Verlangen überkommen sollte ihn zu knutschen. Wäre ja absolut undenkbar wenn die Knutscher mal jemand anderes ab bekommen würde, deshalb hat er sich es zur Lebensaufgabe gemacht seinen dicken Rüssel allzeit für Mami bereit zu halten. Ganz schön anstrengend wenn du mich fragst, aber Luca halt.

Heute hat sich Mami auch mal wieder an unserem Fell ausgetobt. Die kriegt zwischen durch so neurotische Putzanfälle und meint uns dann ausgiebig striegeln zu müssen. Wir sind dann zwar alle die schönen losen Haare für einen Tag los mit denen man so toll teure Klamotten dekorieren kann, aber die Massage mit dem Gummistriegel und der Kardätsche ist schon was Feines. Dafür stehen wir gerne stramm.

Dann stürzen sich die Beiden todesmutig auf die Jagd fürs wöchentliche Futter. Wir warten gemütlich auf der Couch und machen ein Nickerchen bis sie wieder kommen. So fertig wie die Beiden immer aussehen wenn sie vom Lebensmittelladen kommen, müssen die bestimmt ganz hart kämpfen um die Tüten Futter nach Hause zu schleppen. Wir haben ihnen schon ein paar mal angeboten bei der Jagd zu helfen, nur jedesmal wenn wir was Leckeres aus dem Feld mitbringen machen die ein Affentheater (untrüglich was da in den Genen steckt). Dabei war der Igel den der gelbe Dussel nach Hause gebracht hat nur etwa eine Woche tot und durchaus gerade im Leckerstadium. Also wenn er ihn mir angeboten hätte, ich hätte ihn gerne verspeist. Aber selbst den tollen frisch erlegten Fasan den Luca seiner Angebeteten mal kredenzt hat wurde mit Unmut entgegen genommen. Ich fürchte denen ist nicht mehr zu helfen, deshalb fresse ich meine Mäuschen, wenn ich sie erwische, auch ganz schnell und unauffällig alleine.

Meistens müssen wir dann die Beiden nach dem Einkauf mit einem gemütlichen Bummel durch Wald und Flur, oder mit einem Fussballspiel im Garten entspannen. Denn aufgedrehte und gestresste Menschen sind nervig. Wenn sie dann wieder schön runter gekommen sind, dürfen sie unser und ihr Fresschen machen. Wir kriegen unseres natürlich zuerst, wir sind da schon recht strikt, denn die natürliche Rangordnung sollte schon eingehalten werden. Aber dazu mehr gleich.

Samstagabend ist auch Fernsehabend, ich schaue sehr gerne Hund, Katze, Maus, weil da immer so lustige Tiere mit machen, und ich könnt mich immer weg lachen über die Kommentare die die Hunde über den Tierarzt da machen...tja und dann kommt meistens eine sehr traurige Sendung, die mit dem Hundetrainer Martin Rütter. Warum traurig fragt ihr? Ist doch toll? Der Hunde- und Menschenversteher setzt sich ein um das Verhältnis zwischen Hund und Halter zu verbessern?

Es ist ein Trauerspiel das manche Hunde ihre Menschen so schlecht erziehen und sozialisieren das diese meinen sie bräuchten Hilfe von so einem Trainer. Wie verunsichert muss ein armer Mensch sich fühlen, wenn er glaubt ein anderer Mensch kann ihm seinen Hund erklären. Noch eine größere Tragödie folgt dann für den Hund. Der muss dann auf Couch und Bett verzichten, auf reguläre Fresschen und den ganzen lieben langen Tag irgendeinem so blöden Futterbeutel mit doofem Trockenfutter drin hinterher jagen, bääh! Und der bekloppte und irregeführte Mensch meint dann noch sein Hund hätte Spass daran und wäre besser ausgelastet. Was für ein Stuß.

Liebe Hundefreunde (und ich meine hier wirklich, meine HUNDE Freunde, also liebe Menschen wenn ich euch meine sage ich das schon), es kann doch alles so einfach sein. Nehmt ein wenig Rücksicht auf die beschränkte Welt eurer Besitzer. Wenn ihr an der Leine zieht macht ihr Eurem Menschen Angst. Eigentlich war der irgendwann bevor ihr Euch ihm angenommen habt ein Beutetier und ist erst mit eurer Hilfe zum Jäger mutiert. Lasst sie doch in dem Glauben das ihr Euch setzt weil sie was gesagt haben. Was nützt es wenn ihr Euch auf eueren Lieblingsfeind stürzt? Das nächste Mal bleibt ihr einfach zu Hause, oder Euer Mensch schleppt irgendwelche Hilfsmittel an (so genannt weil sie dem Menschen helfen sollen mit ihrem Hund zu laufen, aber kommisch keines davon macht den Mensch wirklich schneller), oder noch schlimmer Eurer Mensch ruft so einen Typ wie den Rütter an, und aus die Maus mit dem Prinzesschenleben.

Es ist wirklich alles ganz einfach, ihr müsst euren Menschen einfach konditionieren. Das A und O einer jeglich guten Erziehung. Man sollte damit anfangen sobald man als Welpe in den Menschenhaushalt einzieht. Hoffentlich stammt ihr aus gutem Hause und eure Mutter hat euch schon die Grundsätze erklärt. Als Welpi kann man seine Niedlichkeit sprichwörtlich bis aufs Blut ausnutzen. Die lieben neuen Besitzer lassen sich sogar als Kauspielzeug missbrauchen. Aber Achtung, in dieser Prägungsphase habt ihr einen wichtigen Job. Der Mensch muss jetzt konditioniert werden auf eurer leisestes Wimmern in Sekundenschnelle zu reagieren. Wenn sie nicht schnell genug sind, beschert ihnen eine eindrückliche Konsequenz in der Form eines netten Stinkehäufchen auf dem teuren Perser. Aber eine kleine Anmerkung hier, nie und ich meine NIE pinkelt ins Menschenbett, oder ihr kommt da nie wieder rein (und nein ich spreche nicht aus Erfahrung, so doof bin ich nicht).

Übt jetzt ständig den Augenkontakt mit euren Menschen. Sie müssen jetzt lernen euch zu lesen um euch unaufgefordert die besten Bissen von ihrem Teller ins Maul zu schieben. Seit dabei aber nicht aufdringlich, sondern seht sie nur mit allem Herzschmerz der Welt an und krabbelt mit einem tiefen Seufzer unter den Tisch. Euer Mensch muss glauben er gibt euch was ab weil ihr es verdient habt, und weil ihr so brav wart. In Kürze habt ihr ihn soweit trainiert das er auch den Rest der Familie dazu anhält euch was übrig zu lassen.

Wenn ihr auf die Couch möchtet, springt nicht gleich hoch. Imitiert Menschenbabies die da hoch krabbeln müssen. Legt die Vorderpfoten hoch und wimmert bis sie euch das Hinterteil darauf heben. Und schmiegt euch gleich an den Menschen an und fordert ihn auf ausgiebig mit euch zu schmusen. Überhaupt je mehr ihr schafft das euer Mensch euch streichelt, je schneller und intensiver schreitet seine Konditionierung voran.

Warum darf unser Luca fast alles? Weil er Tag und Nacht an seiner Mami klebt. Und wenn er irgendwas anstellt wird das sofort entschuldigt, auch wenn die Indizien seiner Schandtat eindeutig sind. Er ist ein wahrer Meister im Schleimen und hat es uns allen beigebracht. Ich musste stundenlang am Spiegel üben bis er mit meiner Leistung zufrieden war


 Beim Dussel sieht das so aus:

Und der Meister zeigt es perfektioniert so:


Oder so:


Auch den Rest der Erziehung dem Mensch beizubringen ist ein Kinderspiel. Setzt euch häufig vor oder neben euren Menschen, irgendwann kommt ein zaghaftes Sitz aus dem Mund des Besitzers, bestätigt ihn sofort indem ihr noch mal sitzt und ihn freundlich anwedelt. Wenn er es nicht gleich kapiert schaut aufforderned auf die Leckerchentüte, manche Menschen sind halt ein bischen langsam. Wiederholt es häufig bis der Mensch von sich aus das Sitz und das Leckerchen anbietet. Und schon habt ihr gewonnen, eurer Mensch hat jetzt gelernt das er euch sofort ein Leckerchen geben muss wenn ihr sitzt. Das Prinzip ist beliebig auf alle Körperstellungen anwendbar. Ihr könnt eurem Besitzer auch beibringen euch ein Leckerchen zu geben nur weil ihr ihm kurz draußen eure Aufmerksamkeit schenkt und zu ihm rennt.

Nach und nach gewöhnt sich euer Mensch auch daran euch überall mit hin zu nehmen. Und jetzt könnt ihr ihm beibringen wie gerne ihr auch ein Eis beim Italiener hättet. Es kostet zwar am Anfang etwas Mühe, aber es lohnt sich seinen Menschen gut zu erziehen. Soviel ich weiß hat der Rütter ja auch einen Hund, die Mina, warum lässt die den bloss immer frei laufen?

So ich muss jetzt auf die Couch, Euch ein schönes Wochenende noch, mein Hund, Katze, Maus kommt gleich...



Eure Lilly

Sonntag, 15. Juli 2012

HIGH FIVE! Unser Erster Award



Wir haben tatsächlich unseren ersten Blog Award bekommen, und das von unserer allerliebsten Cartoon Dogge Bruno und dem Dogtari! Vielen Lieben Dank! 
Und nur für den Bruno, ein Kopie von seiner tollen Awardzeichnung a la Lilly:



Jetzt haben wir allerdings ein bischen ein Dilemma. Aller unsere gelisteten Lieblingsblogs hatten diesen Award schon...

Und die Regeln sind:
Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen. Es ist schwer, sich in der Unmenge von Weblogs hervorzutun und zu etablieren. Eine regelmäßige Leserschaft ist wichtig, um in den Tiefen des www wahrgenommen zu werden. Das wissen wir alle und deswegen soll der Award an Blogger verliehen werden, die einen selbst inspirieren und weniger als 200 regelmäßige Leser in ihrer Mitgliederliste eingetragen haben.
Jeder, der einen Award erhalten hat, kann seine Freude an fünf weitere Blogger weiter geben, die die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen. Wenn man den Award also erhalten hat, sollte man folgendes tun:
  1.   Poste den Award auf deinem Blog. (Hamma gemacht)
  2. Verlinke deinen Nominator - als kleines Dankeschön. (Isser schon lange)
  3. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail." (Tja, müssa ma noch)
 
Also hat mich unsere Mami  los geschickt um ein paar neue Hundefreunde auszuschnüffeln die diesen Award verdienen.
Aber seht selbst:
Nicht wirklich...
Kalt...
Eiskalt...
 
Aber da!  Juchhu, die Erste gefunden:
Die Awards gehen an:
Das ist die süsse Thaya ein schnelles Whippet Mädel mit einem super Blog.
 http://thaya-pfitschipfeil.blogspot.de
 

Und jetzt gehts Schlag auf Schlag!
Begrüßt Charisma! Die spielt sogar mit Doggen :-O Und ihr Blog ist super geschrieben.
my-irish-wolfhound.blogspot.de




Und schon geht der Nächste ins Rennen. Hier kommt der Astor! Guck mal der hat da einen tollen Knochen. Ein Bub nach meinem Geschmack.
http://astormeeresbrandung.blogspot.de/
 

Hier hat mich meine Bananenspürnase hingeführt! Emily und Snoop haben ein Frauchen das Bananeneis macht...schmacht...und einen klasse Blog schreibt.
http://snoopundemily.blogspot.de/

 Und last aber überhaupt nicht least. Endlich ein paar Doggen :-) Tada! Die englischen Bulldoggen Henry und Carlos. Sind die Jungs nicht süss? Auch ein super toller Blog.
 http://www.henrys-blog.de/

Ich hoffe Ihr besucht alle meine "neuen" Lieblingsblogs auch. Es hat sehr viel Spass gemacht nach Ihnen zu stöbern.  

Eure Lilly  

Sonntag, 1. Juli 2012

Unsere Küken haben gestern ihrern Geburtstag gefeiert,

die eine wohl ganz gross in Dallas

 und der andere mit der dicken Torte Zuhause

 Für mich?

Ganz allein meins? Wirklich?

LEGGER!

 

Samstag, 30. Juni 2012

11 Fragen 44 Antworten

Also jetzt haben wir die Mami kurzum an den PC gesetzt und kein Jammern oder Stöhnen wird berücksichtigt. Der letzte Blog ist schon wieder 12 ganze Tage her. Da schreibt die Mami den lieben langen Tag für andere, aber für unseren wichtigen Blog hat sie keine Zeit. So geht das wirklich nicht, besonders da wir ja darauf brennen bei den 11 Fragen mit zu machen. Wir fanden die Idee schon bei Lilly (meiner dalmatinschen Namensschwester) schon so toll und dann hat der Flori und ein paar andere Kumpels das auch gemacht, und wir? Wir kommen wie immer zu kurz weil unsere Olle nicht in die Puschen kommt.

„Menno Lilly, jetzt mach mal hinne du schwafelst schon wieder.“ „Schnauze Luca, hier geb ich den Ton an, geh mal lieber mit dem Papa raus Grashalme zählen.“ „Geht nicht, Mami hat ihm zum Rasen mähen verurteilt.“ „Ui da wird der aber ganz schön ins Hecheln kommen bei der Hitze. Egal, wenigstens liegen wir bequem vor dem Ventilator.“ „Ich antworte zuerst, ich darf zuerst antworten, die wollen bestimmt von mir zuerst lesen.“ „Dusselchen nu krieg dich wieder ein und hör auf die Tastatur voll zu sabbern, sonst klebt nachher wieder jeder Buchstabe und wir kriegen das hier nie fertig. Sophie! Sophie! Bist du soweit?“ „Schnarch, schnüffel, nies, was schon wieder Zeit zum Futtern?“ „Nö Olle, wir machen jetzt das Interview für den Blog.“ „Achso, na dann, Schnarch.“

„Also, ganz wichtig wir ziehen jetzt Strohhalme wer zuerst antworten darf und wer danach und so weiter. Dafür habe ich jetzt hier vier Halme von draußen reingeholt. Wer den längsten hat darf zuerst. Luca zieh.“ „Oh das war ja klar, ich fange an, das ist mit Sicherheit der längste Halm, gell Mami das denkst du doch auch, ich bin sowieso deine Nummer 1, deswegen sollte ich auch anfangen, ich muss den anderen ja zeigen wie es geht. Und außerdem bin ich auch der Allergrößte“ „Fertig mit der persönlichen Beweihräucherung Luca? Ok, Leo dann darfst du ziehen.“ „Och das war ja klar, immer auf die Kleinsten, das Ding ist ja total kurz, das hast du bestimmt vorher wieder angeknabbert, Mami hilf mir, die mobben mich schon wieder und haben mir den küerzten Halm angedreht, Mami die sind gemein, M-A-M-I!“ Oh Mann, Dusselchen hör auf rumzuheulen, es gibt keine internationale Verschwörung gegen dich, du hast einfach nur einen kurzen Halm gezogen, Ok? Sophie, jetzt zieh du.“ „Mampf, Schluck, kau...war das ein Leckerchen? Gibt es noch was davon? Habt ihr schon wieder alles weg gefressen?“ „Seufz, never mind Sophie, du hast den Kürzesten da du ihn gefuttert hast. Mal gucken was für mich uebrig bleibt. Na, schau Leo, meiner ist sogar kürzer als deiner also darfst du an zweiter Stelle.“ „Jawohl ja ich habs gewußt ich bin ERSTER!“ „Seufz, ja du bist erster, keine Ahnung wie du es immer schaffst deinen Rüssel überall als erster reinzustecken. Es wird wirklich richtig lästig.“ „Ist doch elementar liebe Lilly, das hat etwas mit natürlicher Autorität und gegebener Rangfolge zu tun.“ „So nun frisch ans Werk, ich bin mir sicher alle warten schon gespannt auf meine super genialen außerordentlich gut durchdachten Antworten.“

1.    Bist Du Einzelhund oder lebst Du in einem Rudel? Bist Du froh darüber?
‚Also ein richtiger Einzelhund war ich ja noch nie, genau genommen war ich Nummer zwei, da meine Ziehmutter Sophie schon da war. Aber natürlich war ich sofort die Nummer eins und Mami und Sophie waren immer sehr bemüht mich zusammen liebevoll groß zu ziehen. Ich war der absolute Hahn im Korb und lebte sehr glücklich mit vier Frauen (Mami und drei Töchter) und Sophie zusammen die mir jeden Wunsch von den Augen liesen, bis auf einen. Denn sonst wäre hier Schluß gewesen und ich wäre von der Anwesenheit des gelben Dussels und der weißen Tornadozicke verschont geblieben. Aber naja, Mami meinte halt es wäre sehr egoistisch von mir meine Brillianz und Contenance nicht mit so bedauernswerten Geschöpfen die dringend ein gutes Zuhause brauchten zu teilen. Dabei sei hervorgehoben, das die Beiden nur auf Pflege geduldet waren und in unverschämter Weise das gute Herz meiner Mami ausnutzten indem sie sich dort eingeschlichen haben und permantes Asyl beantragt haben und dass ohne offiziellen von mir beglaubigten Antrag. Einfach unfassbar das Ganze. Seitdem habe ich die schwerwiegende Aufgabe des Rudelführes übernommen und versuche diese hoffnungslos verrückte Meute einigermaßen geschlossen durchs Wohnzimmer und auf die Couch zu führen.“

Und dann kam ich! Ich bin Mami’s absoluter Sonnenschein! Hab ich schon gesagt das dann ich kam? Und ich bin so glücklich und auch ganz gelb wie die Sonne. Daher nennt mich Mami immer ihren Sonnenschein. Die anderen nennen mich immer Dussel, aber Mami liebt mich am meisten denn ich bin ihr Sonnenschein. Gelb wie die Sonne wisst ihr. Und ja da gibt es noch andere, aber die sind nicht gelb. Manchmal spielen wir zusammen, aber die nehmen mir immer alle Spielzeuge weg, weil ich so klein bin. Ich bin nämlich die kleinste Dogge im Rudel. Aber Mami gibt sie mir immer alle wieder, da ich ihr Sonnenschein bin. Eigentlich ist es ganz schön mit den anderen zu spielen und über die Felder zu jagen. Auch ist es im Winter nett zu kuscheln, aber das Schönste ist es bei der Mami im Bett zu liegen und zu schmusen, ganz ganz alleine...“

„Bevor ich kam waren die anderen einfach ein banales Hundetrio, erst mit meiner Ankunft wurden wir ein glückliches Kleeblatt. Ich bin der Ambassador des Rudels. Luca ist immer zuerst misstrauisch und mag Fremde fast nie auf Anhieb. Leo hat meist Angst vor Fremden und alles was nicht nach Mami riecht, deshalb bleibt er immer hinter Luca und Mami. Sophie fand Leute zwar früher toll, aber seit sie nicht mehr so gut hört und sieht hat sie mir die verantwortungsvolle Rolle des Ambassadors übertragen. Ich bin also hier für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ehrlich gesagt kann ich mir es überhaupt nicht vorstellen ein Einzelhund zu sein. Da wäre ja keiner da mit dem man spielen kann, oder den man ärgern kann und dann hätte Mami viel zuviel Zeit sich mit meiner Erziehung zu beschäftigen. Das wäre viel zu anstrengend. Um unser Frauchen in den Griff zu bekommen braucht es schon mehrere Nasen.
Sophie! Du bist dran!“

„Hä?! Wass iss los? Zeit fürs Abendessen?“

„Nein, Sophie, du sollst die Frage beantworten ob du lieber im Rudel lebst oder als Einzelhund.“

„Hä?! Natürlich will ich auch was vom Strudel! Habt ihr schon wieder alles ohne mich aufgefuttert?“

„Sophie, nicht S-T-R-U-D-E-L sondern R-U-D-E-L, willst du nicht gerne im Rudel leben?“

„Rudel, Schnudel, oder vielleicht auch Nudel, ich lebe als einziger Labrador mit drei Deutschen Doggen. Wisst ihr wieviel eine Deutsche Dogge frisst? Wisst ihr was dann drei fressen? Siehste, genug geschwätzt.“

2.    Lieblingsknochen?
Mein Lieblingsknochen ist definitiv Hüftknochen vom Kalb, fein, sehr knorpelig mit leckerem Mark.
Ich liebe Schweinerippchen, Mami auch, nur grillt sie ihre immer mit BBQ Soße auch sehr lecker.
Am liebsten habe ich Hühnerschlegel, nett und roh und man kann sie fein im Ganzen genießen.
Wenn ich dann was abkriege liebe ich Markknochen, das Mark kann man da so schön auslecken.

3.    Trockenfutter, BARF oder Nassfutter?
Wir werden gebarft.

4.    Lieblingsgericht?
Meistens kriegen wir ja nur Rohfleisch und Pansen, aber es gibt da auch die sehr glücklichen Momente in denen unsere Mami uns Essensreste ins Futter mischt. Also mein absolutes Highlight wären da Spaghetti Bolognese, schon wie das immer duftet da muss ich schon beim kochen immer sabbern.

Am aller aller liebsten esse ich Reis mit Soße. Das kriegen wir immer wenn wir mal Durchfall haben. Manchmal fresse ich extra was vom Kompost um Durchfall zu bekommen. Dann macht Mami mir immer lecker Hühnchenfrikasse mit Reis.

Ich heiße Lilly und ich bin Bananen süchtig. Es war wirklich meine Mami schuld, sie kam auf den Gedanken mir als Baby Bananen zu füttern. Und seit dem komm ich einfach nicht von ihnen los. Ich denke daran eine Selbsthilfegruppe zu gründen in der wir dann Bananenrezepte austauschen können.

Lieblingsessen? Gibts sowas? Ich esse alles, immer. Hauptsache ESSEN!

5.    Schwimmer oder Nichtschwimmer?
Igitt, ich weiß es gibt Hunderassen die gerne schwimmen, aber die Deutsche Dogge gehört nur in den seltensten und abartigsten Fällen dazu. Also jede Dogge die etwas auf sich hält geht höchstens bis zum Ellbogen ins Wasser.

Schwimmen? Oh nee da habe ich Angst, das Wasser könnte ja beißen und wer weiß schon was da drin ist.

Ich halte Schwimmen für absolut überbewertet. Wer will schon nach nassem Hund stinken? Und nasse Halsbänder sind einfach nur ekelhaft.

Schwimmen? Gehen wir schwimmen? Juchhu alles aus dem Weg ich hab die Pfütze als erstes entdeckt!

6.    Welches Spielzeug ist Dein liebstes?
Darüber spricht ein Gentleman nicht, er genießt, nuckelt und schweigt.

Also wir haben viele Spielzeuge und manchmal darf ich auch mit einem spielen das die anderen nicht gerade wollen. Aber am liebsten spiele ich mit der Mami und der Reizangel. Es macht soviel Spass das Hasenfell zu jagen und hinterher bin ich immer total KO.

Also grundsätzlich gehören alle Spielzeuge mir und wenn ich nicht damit spiele dürfen die anderen auch mal. Nur Luca hat ein Bärchen an dem er immer nuckelt und irgendwie versteckt er den immer vor mir. Aber warte wenn ich den kriege schauen wir mal was drin ist. Am liebsten mag ich Quitschies mit denen kann man den Dussel so schön ärgern. Der hat nämlich Angst vor denen wenn die quietschen und dann rennt er immer gleich zur Mami petzen.

Spielzeug? Mann, Kinder ich bin jetzt 16 Jahre, lasst mich doch mal in Ruhe mein Nickerchen fertig machen.

7.    Welchen Trick kannst Du aus dem FF und wie wurde er Dir beigebracht?
Also ich kann ein Wurststück aus der Luft fangen wenn Mami mir es zu spuckt. Wir haben diesen Trick in einem Lehrgang in Bochum gelernt der Ivan heißt. Und da musste ich nur genau auf Mami’s Mund achten bis sie die Wurst spuckt. Das macht soviel Spass das ich schon mal alles andere um mich vergesse.

Was ich am allerbesten kann ist sabbern. Keiner kann so schöne feste glitschige Sabberfäden wie ich produzieren, sagt Mami immer. Sie nennt mich sogar ihren Meistersabberer. Und ich kann die sogar bis an die Decke schleudern. Das ist nicht einfach, man braucht Geduld bis die Sabberfäden lang genug sind und schön dick und dann muss man sich ganz doll schütteln und dann schwupp hängt er an der Decke. Ich bin immer sehr stolz wenn mir das gelingt, und ich habe es mir ganz allein beigebracht.

Ich kann alles mögliche erreichen und bekomme alles was ich will nur indem ich meine Menschen aus meinen schönen unschuldigen blauen Augen ansehe. Ich habe meine Mami und Papi bestens erzogen. Diesen Trick können sie jederzeit und führen ihn sehr zuverlässig aus.

Trick? Ich zeig Euch jetzt mal einen Trick, hier ich stell mich tot. Und nu hört auf mich zu nerven, ich will schlafen.

8.    Hast Du irgendeine Besonderheit?
Ich bin eine Besonderheit! Alles an mir ist besonders. Ich bin besonders groß, und besonders schwer, besonders schön und natürlich auch besonders schlau. Und meine Mami hat mich besonders lieb.

Ich bin besonders schüchtern. Manchmal habe ich einfach zuviel Angst, aber dann kommt Mami und macht mich wieder besonders glücklich. Ich habe auch besonders schönes sonnengelbes Fell und Mami sagt immer ich bin besonders schmusig.

Manche behaupten ich wäre taub, das sind immer die Leute die keine Ahnung haben wie man mit dem Herzen hört und den Augen spricht. Klar wir sind alle etwas Besonderes Mami zeigt das uns jeden Tag.

Hach, im Moment bin ich besonders müde, aber früher haben Mami und ich immer sehr viel Spass gehabt. Aber jetzt brauche ich sie besonders, da ich vieles nicht mehr alleine schaffe. Aber sie sagt mir immer das ich ein ganz besonderer Hund bin.

9.    Was machst Du nach dem Essen?
Rülpsen, schlafen, kuscheln, pupsen.

10.    Herrchen oder Frauchen ;-) ?
Ganz klar mein Frauchen. Wir sind zwei Teile eines Ganzen. Ohne Mami geht gar nichts.

Ich hab den Papi zwar lieb weil er immer so schön mit uns tobt, aber ich bin Mami’s Sonnenschein. Also Mami.

Oh, wirklich schwierige Frage. Ich hänge sehr an meinem Papi, ich bin ja sein Mädchen und wenn er da ist bin ich auch meist in seiner Nähe. Aber wenn es mir schlecht geht, oder wenn irgendwas nicht stimmt will ich sofort meine Mami.

Herrchen, Mami ist toll. Aber wenn ich mein Herrchen habe ist meine Welt in Ordnung.

11.    Wie würde ein Tag nach Deinen Vorstellungen aussehen?
Oh das ist garnicht schwer, hier können wir uns wohl schnell einigen, da ein Tag nach unseren Vorstellungen immer am Wochenende statt findet. Da sind Mami und Papi zu Hause und der ganze Tag gehört nur uns. Wir stehen immer sehr früh auf und gehen alle auf einen langen Spaziergang durch Wald und Felder. Dort dürfen wir dann spielen und Mäuse jagen. Ich darf auch mit, Mami zieht mich meistens im Bollerwagen. Unterwegs spielen wir viel auch verstecken, und Sachen suchen und Mami hat immer Leckerlis dabei und Papa einen Ball. Und dann haben wir auch ganz dolle Zoomis, und Mami feuert uns immer an. Wenn wir dann nach Hause kommen Frühstücken wir erstmal gemütlich. Und Mami macht uns nach unseren Knochen immer noch ein leckeres Leberwurstbrot.
Danach machen wir meistens erstmal ein Nickerchen und Mami und Papi machen unser Haus sauber. Mittags sind wir dann bei schönem Wetter im Garten und helfen dort beim Löcher buddeln, das können wir viel besser als die Beiden. Außerdem müssen wir im Moment bei der Himbeerernte helfen. Ja, wir fressen alle unteren ab sodass die Mami sich nicht bücken muss. Sie hat Rücken.
Wenn der Papi die Büsche schneidet müssen wir den Abschnitt verteilen damit das nicht so auffällt und er nicht alles alleine weg räumen muss. Und Nachbar’s Tauben vertreiben damit sie nicht bei uns alles voll kacken. Und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Und ich darf dann ganz alleine in meinem Doggipool spielen. Abends gibts dann Futter und unsere Leute grillen. Und manchmal machen sie dann so ein richtig tolles Lagerfeuer im Garten und wir können dann den Zaun bewachen und bellen wenn sich was bewegt, denn Mami sagt wir sind Lagerhunde. Dann kann man sich so richtig schön an Papi kuscheln und ihn solange bezirzen bis er einem Marshmellows am Stock röstet. Das klebt so schön die Zähne zusammen. Und das Feuer tut immer meinen alten Knochen so gut. Ich lege mich immer so nah dran das Mami Angst hat das ich mir das Fell verbrenne. Na, und wenn wir dann alle müde sind gehen wir nach oben ins Bett. Und dann machen wir das Ganze am nächsten Tag nochmal bis es Montag ist. Tja, Montag ist halt ein blöder Tag, sagt Mami auch immer. Dann halten wir über die Woche die Stelle und machen sicher das unser Babysitter keinen Unfug treibt bis Mami und Papi zum kuscheln abends nach Hause kommen. Und dann couchen wir jeden Abend und begraben Mami unter uns. Sie liebt das, sie nennt es Doggenbaden. So richtig gemütlich ist es eh nur im Knäul. Und dann habe ich Herrchen ganz für mich alleine und kriege meinen Bauch gekrault. Hach, wir lieben es.

Montag, 18. Juni 2012

Alles Banane



Schnuppern, ist die Luft rein? Vorsichtig schleiche ich die Treppe hinunter und schiele um die Ecke. Fein, keiner da, noch einen schnellen Sprung nach vorne mit eingezogenem Kopf und Schwupps bin ich ungesehen in meiner Höhle unter dem Küchentisch. Endlich! Jetzt kann ich mich in Ruhe kratzen ohne dass das wieder Mami mit ihrer blöden Salbe auf den Plan ruft. Ohhh, jaaa, das ist es, noch ein wenig weiter rechts…. Genüsslich schließe ich meine Augen und kratze was das Zeug hält im Trommeltakt. Huch, plötzlich hat mich eine Hand am Kragen und zieht mich unter dem Tisch vor. Mist, sie hat mich erwischt. Halbherzig versuche ich Wiederstand zu leisten, aber Mami versteht mal wieder keinen Spaß und  fuchtelt mir wie wild mit dem Zeigefinger vor der Nase herum. Das ist ihr Zeichen für „Nein“. Wie hat sie mich bloß wieder gefunden?
Gnadenlos schnappt die sich meine Pfote, und ich hasse es wenn jemand mit meinen Pfoten herum macht. Schnell versuche ich den Rückzug in meine Höhle anzutreten, aber da packt sie mich geübt in den fiesen Nix-da-du-wirst-zwischen-die-Beine-geklemmt-bis-ich-fertig-bin Ringgriff. Wenn ich jetzt nicht still halte, artet das noch in den zwischen-die- Beine-geklemmt-Scheren-und drauf-setz-Griff aus, also gebe ich klugerweise auf und lege vorsichtshalber mal die Öhrchen schlapp und schaue betrübt, vielleicht zieht ja die Mitleidsmasche.
Das hilft meistens auch wenn ich ausbüchse wenn sie mit der Krallenschere droht. Ich lasse mir nämlich meine Krallen nicht schneiden, nie nicht. Außerdem bin ich so eine außergewöhnliche Dogge, dass meine Krallen sich ganz von selber kürzen wenn ich tief und fest pofe.

Jedes Mal wenn ich den gelben Dussel darauf aufmerksam mache wie toll doch meine schönen Krallen nach einem guten Nickerchen aussehen, schmeißt sich dieser Clown auf den Rücken und brüllt vor Lachen. Naja, ist eben ein Dussel, was weiß der schon von Krallen, seine dicken Klauen müssen jedes Mal stundenlang von Mami mit Krallenzange und Feile bearbeitet werden um die kürzer zu bekommen, und der pennt meistens auch noch dabei ein. …Ah, Moment, ob es wohl eine kausale Verknüpfung zwischen einem Nickerchen und kurzen Krallen gibt? Ach Quatsch, meine Krallen sind einfach nur viel schlauer als seine….
Jetzt entdeckt sie auch noch die aufgekratzte Axel. Die zusammengezognen Augenbrauen von Mami verheißen nichts Gutes. Mit einem tiefen Seufzer werde ich entlassen und ich mache mich schnellstens zurück in meine Höhle unter dem Küchentisch und übe mich in beleidigter Leberwurst spielen. Das habe ich inzwischen perfektioniert, ich rolle mich fest ein, wohlgemerkt meine kostbaren Pfötchen fest an den Bauch geklemmt während ich dann mit kummervoller Miene leise meinen Unwillen winsele, bis irgendjemand unter den Tisch krabbelt um mich zu trösten.
Mamis Füße laufen um den Tisch, ich schiele mal unter der Tischdecke vor um die Lage zu eruieren. Mami zieht ihre Jacke an und nimmt die Autoschlüssel vom Tisch, ein sicheres Zeichen das sie gleich nach draußen geht. Oh, die Jungs haben es auch schon mitbekommen und schnell sausen wir um die Wette zur Tür. Juchhe, wir gehen spazieren, sie nimmt eine Leine vom Halter und wir fangen schon mal den wir-sind-so-aufgeregt Tanz an. Dabei ist es immens wichtig sich vor der Türe im Kreis zu drehen und dabei ein schönes Gewühl aus Pfoten und Doggenohren und schlagenden Schwänzen zu bilden, außerdem muss sich immer der Hund der gerade angeleint werden soll hinter den anderen verstecken. Dann fängt Mami meistens an ihrerseits zu tanzen und zu gestikulieren bis sie ganz rot im Gesicht ist. Ein wirklich unterhaltendes Spiel.
Komisch, die Jungs brechen ihren Tanz schlagartig ab und machen kummervolle Gesichter. Der Gelbe verdrückt sich sogar unauffällig in meine Höhle. Luca guckt auch das er Land gewinnt und Sophie schaut mich voller Mitleid an, was ist denn hier los? Ich tanze noch ein bisschen weiter bis ich angeleint werde. Ätsch, dann gehe ich halt alleine mit der Mami weg, normalerweise löst das ein Sturm der Entrüstung bei den anderen aus, die mich dann noch bis ins Auto verbellen bis das ganze Haus bebt, aber seltsamerweise fühle ich gar keine Schwingungen, hmmm….egal, ICH gehe spazieren.
Yippie, rein ins Auto und los. Quietsch-vergnügt schaue ich aus meinem Fenster, oh schau eine Straße, und och, da ist ein Hund, oh und dahinten war das gerade eine Miezekatze? Und da sind ganz viele Autos, und noch mehr Straßen, und mehr Autos…
Was dauert das wieder lange mit dem Fahren, wo will denn die hin? Also zu unser Wald-Gassi-Strecke dauert es aber nicht so lang. Hm, vielleicht gehen wir ja wieder auf den großen Hundespielplatz? Och, noch mehr Straßen, hört das denn gar nicht mehr auf? Mir ist mal wieder so langweilig. Mal gucken ob ich etwas im Auto finde zum Spielen. Oh, da hat jemand ein Schreiberding hinten in der Box vergessen. Hingebungsvoll widme ich mich der ehrenvollen Aufgabe mein technisches Verständnis zu vertiefen und das Ding fein säuberlich in seine Einzelteile zu zerlegen. Ups, was ist das? Irgendetwas steckt mir in den Zähnen fest. Ich versuche es angestrengt mit meiner Pfote heraus zu pulen, aber irgendwie geht das nicht. Ganz heftig den Kopf schütteln funktioniert auch nicht, was mach ich denn jetzt? Vorsichtshalber fange ich mal an zu jammern.
Mami hält das Auto an und krabbelt zu mir hinten in die Gitterbox. Ich setze mich vorsorglich in eine Ecke und mache meine Schnauze gut und fest zu. Ich möchte ja nicht zu kleinkariert wirken, aber da geregelte Besitzansprüche das miteinander wesentlich erleichtern, möchte diese Regelungen an dieser Stelle doch erwähnen: Wenn ich es gesehen habe ist es meins. Wenn du es gesehen hast und ich möchte es, ist es auch meins. Wenn du es jemals besessen hast, und es liegen gelassen hast ist es meins. Wenn du es hast und ich will es, ist es meins. Wenn es sich in deiner Schnauze befindet, ist es meins, und sollte es sich in meiner Schnauze befinden ist es NIEMALS deins und du wirst es auch nie von mir bekommen, denn was sich in meiner Schnauze befindet ist mit Sicherheit MEINS mit einer Potenz hoch drei.
Unglimpflicherweise stecke ich aber in einem delikaten Gewissenskonflikt. Irgendwas von diesem doofen Schreiberding steckt wohl fest. Bleib ich meinen Prinzipien treu, oder ist hier eine Ausnahmeregelung nötig? Ich muss das Ganze mal in Ruhe und philosophisch betrachten. Also es gab da so ein Schreiberding…
He, nicht so grob, man wird doch wohl noch nachdenken dürfen, die kümmert sich mal wieder einen Dreck um meine sehr sozialen Regelungen und brillanten Gedankengänge und macht mir einfach die Schnauze auf. Sie fischt mit geübter Hand die Metallfeder raus, und sammelt seufzend die Reste des Dingsda ein. Ich bin total beleidigt über diese Nötigung und der Tatsache dass meine wissenschaftliche Untersuchung des Schreiberdings noch nicht vollendet war und ich wohl doch meine Dissertation über ein anderes Thema werde schreiben müssen, und ziehe ich mich in meine Ecke zurück und rolle mich schmollend zusammen.
Schmollen kann ich wirklich besonders gut und das Beste darin ist ….gähn…och, der Wagen schaukelt so schön, und das Beste am schaukeln…äh schmollen ist…..schnarch.
Es ist doch immer das Gleiche, fast ist man an dem Ziel seiner Träume angekommen und hat den fetten Hasen auf dem Feld erwischt, und da wird man geweckt, angeleint und nach draußen befördert. Oh, wir sind da, was ist denn „da“? Hm, irgendwie kommt mir dieser Platz bekannt vor, ich glaube hier waren wir schon mal. Ja, es riecht hier auch so komisch, irgendwie nach Angst und irgendeinem komisch beißenden Geruch.
Oh, fein hier sind jede Menge Hunde, wir sind bestimmt zum Spielen da. Schnell hüpfe ich meinen ich-bin-ja-so-aufgeregt-lass-mich-von-der-leine-zum-spielen Tanz, aber zu meinem Verdruss handle ich mir nur einen Verweis und eine kurze Leine ein. Wie, jetzt? Wir sind hier den ganzen Weg zum spazieren gehen gefahren um all diese Hunde zu treffen und jetzt darf ich noch nicht einmal spielen? Offenbar nicht, Mami fuchtelt wieder mit dem Zeigefinger vor meiner Nase herum, bugsiert mich in eine Ecke und dann muss ich mich auch noch auf die kalten Fliesen legen, Igitt. Das grenzt wirklich stark an Tierquälerei, ich schwöre die nächste Gelegenheit die ich bekomme petze ich bei Notdogge.
So da liege ich nun und was passiert? Rein gar nichts, die pure Langeweile. Gegenüber sitzt eine Colliehündin und ignoriert mich komplett, sie würdigt mich noch nicht mal eines Blickes als ihr eine freundliche Spielaufforderung wedele. Dann eben nicht liebe Tante, bleib’n Onkel, och habe ich schon erwähnt dass der Wuschellook dieses Jahr komplett out ist?
Zwei Stühle weiter unten sitzt ein alter ergrauter Cocker Spaniel, mal gucken was der so meint. Ich robbe vorsichtig in seine Richtung, und strecke ihm meine Nase entgegen um zu schnuppern. Da blafft mich der ungehobelte Kerl an: „Lass mich bloß in Ruhe, ich kann schon seit drei Tagen nicht mehr pinkeln und ich Scheiß auf rosa Gumminasen wie dich!“ Menno, der braucht doch nicht gleich so sauer sein. Schnell verkrümele ich mich hinter Mamis Beine, und gebe ihr den ich-schwörs-der-andere-hat-angefangen-und-ich-hab-gar-nix-gemacht Blick, zweifelnd hebt sie mal wieder die Augenbrauen und gibt mir das Zeichen für Platz. Boah, kein Wunder das die anderen hier nicht mit wollten, es ist tot langweilig.
Nach gefühlten drei Stunden wird auch Mami knatschig und rutscht auf ihrem Stuhl herum, schaut auf ihre Armbanduhr und seufzt sehr viel. Endlich steht sie auf und wir gehen nach draußen. Endlich! Schnurstracks will ich sie zum Auto ziehen, aber Pustekuchen da will sie nicht hin. Ob wir doch noch spazieren gehen? Sie nimmt so eine komische braune Tüte aus einem Eisending und wir gehen Richtung Wiese. Nach den harten Fliesen ist die Wiese richtig schön kühl und kuschelig zwischen meinen Zehen. Mit meiner Nase im Gras sauge ich tief die Luft ein um Zeitung zu lesen. Huch, die ganze Wiese besteht nur aus Schlagzeilen. Igitt, hier haben sich ja ganze Meuten verewigt. Also meine Unterschrift ist viel zu wichtig, und ich mache meine Geschäfte nur auf gut ausgesuchten Plätzen wo sie auch ihre volle Geltung entwickeln können. Ich streike und versuche so schnell wie möglich einen besseren Platz zu finden. Aber so schnell lässt die mal wieder nicht locker. Sie läuft diese doofe Wiese hoch und runter, hoch und runter, und wieder hoch und wieder runter, und die ganze Zeit hat sie mein Hinterteil mit Argusaugen im Blick. Aber so schnell gebe ich nicht auf, müssen tue ich schon, aber ganz bestimmt nicht hier. Ich kneife fest meine Pobacken zusammen und ziehe Richtung Parkplatz. Lilly nach Hause….
Endlich gibt sie auf und wir laufen endlich aufs Auto zu. Meistens hat Mami ja Augen wie die neun-köpfigen Hydra und erahnt mit ihrem sechsten Sinn wenn ich was im Schilde führe um dann in letzter Sekunde meinen ausgeklügelten Schlachtplan zu vereiteln, aber diesmal wird sie es nicht kommen sehen. Ganz nonchalant schlendere ich an ihrer Seite, nehme mir die Zeit um an einem Gänseblümchen am Wegesrand zu schnuppern. Weiter geschlendert und dann habe ich mein Ziel erspäht. Schnellen Stopp eingelegt, Hintern raus gestreckt, Schwanz hoch und noch ein nettes Häufchen auf dem fein geharktem Kiesweg gesetzt. Mission erfolgreich beendet, wir können dann nach Hause. Mami tanzt dazu schon wieder so einen komischen Tanz um mich herum und wedelt wie wild mit dem braunen Tütchen. Schon kommen ein paar Leute und zücken ihre Handys um mein schönes großes Häufchen zu fotografieren und dahinter warten noch zwei Autos in der Schlange. Jetzt werde ich bestimmt berühmt. Mami ist so stolz auf mich das sie schon wieder ganz rot im Gesicht ist, macht nichts ich finde die Farbe steht ihr. Um mein tolles Häufchen für die Nachwelt zu erhalten hebt sie es vorsichtig mit dem braunen Tütchen auf und alle Menschen freuen sich, wieder mal habe ich für heute mein gutes Werk getan.
Jetzt aber möchte ich aber endlich nach Hause und biege auf die Zielgrade ab direkt zum Auto, Mensch, schon  wieder nichts! Die läuft doch tatsächlich wieder in diesen doofen langweiligen Raum mit diesen doofen langweiligen Hunden. Ich habe ja ein sehr gutmütiges Wesen und mache so manches klaglos mit, aber jetzt ist es genug und ich trete geflissentlich deutlich auf die Bremse. IEEHH! Gemein, die Fliesen sind rutschig und ich lande wild rudernd auf der Schnauze. Unverschämtheit so was, wieso können die hier nicht einen vernünftigen Rasen reinziehen, dann bräuchte man auch sein Geschäft nicht auf dem Kiesweg verrichten. Gerade als ich mich wieder aufgerappelt habe, geht es schon weiter durch eine Glastüre und in einen noch kleineren Raum mit einem Tisch. Hm, ist es schon Zeit für meine Nachmittagsbanane?
Aber wieder werden meine Erwartungen bitter enttäuscht. Auf einmal wimmelt es nur so von weißen Kitteln um mich. Vorsichtshalber verstecke ich mich mal hinter Mami, man weiß ja nie ob die Leute da auch ausreichend sozialisiert wurden. Und eh ich mich es versehe fallen die doch über mich her und heben mich auf diesen komischen Tisch. Und auf Mami ist auch kein Verlass, die hat denen sogar geholfen. Jetzt ist mir doch sehr mulmig zu Mute.  Wozu hat man große Brüder wenn die dann doch nicht da sind wenn man sie braucht? Alle stehen um mich herum und unzählige Hände halten mich auf dem Tisch. Mami brabbelt mal wieder vor sich hin und streichelt mich dabei. Hoffentlich heißt das, dass ich bald wieder von diesem doofem Tisch darf.
Jetzt fummelt auch noch einer dieser weißen Kittel an mir herum, und guckt sich sogar die Haut zwischen meinen Zehen an. Von Privatsphäre hat der auch noch nichts gehört. Ich verstecke meinen Kopf unter Mamis Weste, wenn ich den nicht sehen kann, dann kann der mich vielleicht auch nicht mehr sehen.
Es ist an der Zeit die Operation „Free Lilly“ zu planen. Also, wenn ich mich in einem Ruck losreiße und vom Tisch springe, könnte ich mich an dem Schrank mit den Hinterpfoten abfedern, eine 90 Grad Harke schlagen und durch die offene Türe direkt zum Auto preschen. Tief einatmen, Duldsamkeit vortäuschen und entspannen. Ja, tatsächlich, die lassen locker, jetzt oder nie! Juchhe! Ein riesiger Satz vom Tisch, in den Schrank geschliddert, die Hinterbeine versammelt und Endspurt zur Türe. Knall! Einer der weißen Kittel schlägt mir die Tür vor der Nase zu und ich rausche volle Fahrt in seine Knie. Das hat er jetzt von seinen schlechten Manieren, normalerweise hält man doch einer Dame die Tür auf. Als der Kittel wieder hoch kommt mit einem etwas Schmerz verzogenem Gesicht hat er so ein komisches großes durchsichtiges Plastikgebilde in der Hand. Was will er denn damit? Er formt das Ganze zu einem Trichter und stülpt mir das Ding über den Kopf! Wie bitte? Was soll das denn!!! Ich versuche natürlich dieses blöde Ding so schnell wie möglich los zu werden. Alles herum ist milchig irgendwie und dauernd stoße ich irgendwo an. Die spinnen doch die Römer, ich lege mich jetzt hier hin und rühre mich keinen Millimeter bis ich dieses Ding wieder los bin, jawohl.
Der weiße Kittel und Mami versuchen mich auf die Beine zu stellen und mich durch die offene Tür zu bugsieren, aber ich verweigere jegliche Zusammenarbeit und bleibe einfach liegen. Sollen sie doch sehen was sie davon haben, meinetwegen können sie sich einen Bruch heben, aber so gehe ich auf keinen Fall einen einzigen Schritt. Die blöde Colliezicke da draußen lacht sich doch schlapp wenn ich in diesem albernen Aufzug auftauche, ganz zu schweigen wie mich die Jungs zu Hause aufziehen werden. Nein, nein und nochmals nein, so gehe ich nicht da raus. Ich mache auf Gandhi und trete in den Hungerstreik und dann können sie ihre Grausamkeit den Leuten hier erklären die das arme verhungerte Döggelchen in dem fiesen Plastikding bedauern.
Endlich hat die Olle Mitleid mit mir und nimmt das Teil wieder ab, das wurde aber auch Zeit. Sie klemmt sich das Ding unter den Arm und endlich darf ich in mein Auto. Ich glaube ich war noch nie so glücklich mich auf mein Kissen zu kuscheln. Mami hat dieses komische Plastikding vorne neben sich. Bei der ersten Gelegenheit werde ich meinen Schmach bitter rächen und dieses Teil entführen und in einer dunklen Ecke in die kleinsten Fetzen reißen, im Garten mindestens zwei Meter tief verbuddeln um dann ausgiebig und mehrmals auf sein Grab zu pinkeln. Mit diesen wohligen Gedanken rolle ich mich ein und lasse mich in den Schlaf schaukeln.
Zu Hause gut, alles gut? Mit Nichten, sobald wir zuhause angekommen sind, geht die Folter des unschuldigen weißen Doggenbabies weiter. Sofort probiert Mami ihre neuen Salben und Sprays an mir aus. Puh, warum muss das Zeug immer so abscheulich stinken. Ich weiß nicht warum sie sich nicht das ganze Gecreme einfach spart, das Zeug leck ich sofort wieder ab wenn sie fertig ist und damit basta. So stinkend kann man ja keinem anderen Hund unter die Nase treten. Der Dussel sitzt ein paar Meter weiter und kräuselt schon die Nase, und da geht’s schon los „HATSCHIII“ und der ganze Rotz und Sabber landet mit einem nassem Klatsch an der Wand. Wow, Leo fein gemacht! Keiner kann so super klebrigen Schlunz produzieren wie unser gelber Dussel, darin ist er einfach ein Meister. Während ich bewundernd dem langsamen zähen Laufen des Schlunz zu sehe, trollt sich Leo ins Wohnzimmer um der Couch auch etwas von seinem kostbaren Sabber zu gönnen. Mami schmeißt mal wieder Papi Handtücher hinterher um den Sabber zu beseitigen. Jetzt haben sie schon drei tolle Doggen zu Hause die bereitwillig ihren Schlunz mit Ihnen teilen und trotzdem kann ich mich des Gefühls nicht erwehren das unser kostbares Schlunzgeschenk an die Beiden pure Vergeudung ist.
Mami zückt mal wieder ein T-Shirt und zieht es mir über den Kopf und bevor ich mich versehe habe ich auch noch Gummischuhe an den Pfoten. Also irgendwer muss Mami mal klar machen, dass obwohl ich ja ein Mädchen bin, ich mit der gängigen Mode wirklich nix im Sinn habe. Ständig stopft sie mich in irgendwelche T-Shirts und als ich meine erste Hitze hatte, hat sie mich für mein ganzes zukünftiges Leben als Hündin ernsthaft traumatisiert. Da wird man endlich erwachsen und eine junge Frau und kann damit bei den Kerlen prahlen, und was macht sie? Sie steckt einen in Windeln wie ein Baby. Luca hat zwar diskret weg gesehen und sich in die Barthaare gekichert, aber dieser gelbe Dussel hat sich wochenlang auf meine Kosten amüsiert und immer wenn ich nicht aufgepasst habe, hat er den Gummibund meiner Windel schnalzen lassen. Und wenn dann der Bund endlich kaputt war habe ich den Ärger und die Schimpfe von Mami bekommen, weil die doofen Windeln so teuer sind.
Endlich werde ich entlassen von Mami. Uh, ich glaube nicht dass man mit diesen komischen Schuhen laufen kann. Also Nike oder Blahniks sind das sicher nicht. Unsicher versuche ich mich vom Acker zu machen, aber irgendwie funktionieren meine Pfoten so ganz anders mit den Schuhen an und ich stakse mit jedem Schritt wie ein Storch im Salat. Och, ne jetzt lacht mich die Olle auch noch aus. Mir reicht es heute wirklich, ich setze mich jetzt auf meine Treppe und werde nach Herzenslust schmollen. Heute braucht überhaupt keiner mehr zu kommen und irgendetwas wollen, den nächsten der etwas von mir will beiße ich in den Hintern, jawohl.
Ich werde jetzt alle ignorieren. Mami versucht mich schon wieder abzulenken und winkt mich zu ihr. Ich drehe ostentativ meinen Kopf weg, meint die jetzt dass die ganze Tortur heute einfach mal so vergeben und vergessen ist, nur weil sie freundlich winkt? Nie nicht!
Geplagt von  Gewissensbisse fährt sie jetzt schwere Geschütze auf und wedelt mit, oh nein, einem ganzen Bündel Bananen. Wie soll man da nur standhaft bleiben? Mir läuft schon der Sabber im Maul zusammen. Oh mein Gott gibt es irgendwas Besseres als Bananen? Ach, Moral und Standhaftigkeit zum Teufel JUCHUH BANANEN!!! Mach schon, mach schon ich will meine Banane…aber sitzen tu ich nicht mehr dafür.

Morgens Banane

Mittags Tierarzt

Abends Banane

 Banane gut, alles gut.

Bilanz des Tages: „Alles Banane!“